Beim Auspacken des Carl Zeiss Vario Sonnar (24-70 mm 2,8 ZA SSM) fielen mir spontan zwei Dinge auf: Das Objektiv ist ein richtiger Brocken, der mit etwas mehr als einem Kilo sogar knapp 200 Gramm schwerer ist, als das schöne alte 28-135er. Als zweites bemerkte ich die, trotz reichlicher Verwendung von Kunststoff, tadellose Verarbeitung und das solide “Anfassgefühl”. Da klappert und knarzt nichts.

Auch die mitgelieferte Sonnenblende rastet satt ein und ich hatte hier niemals die Sorge, sie könnte sich unbeabsichtigt verabschieden.
An der linken Seite des Objektives gibt es einen (ebenfalls satt einrastenden) Schalter zum Umschalten zwischen automatischer und manueller Fokussierung, sowie einen Tastknopf zum Fixieren der eingestellten Schärfe. Der AF/MF- Umschalter ist für mich überflüssig, da das 24-70er mit seinem Ultraschallmotor, bei Sony SSM genannt, jederzeit ein Eingreifen in die automatische Fokussierung ermöglicht. Was im Zusammenhang mit dem Ultraschallantrieb der Fokussierung etwas gewöhnungsbedürftig war ist die Tatsache, dass es keinen deutlichen Anschlag bei Erreichen der Naheinstellgrenze oder der Unendlicheinstellung gibt. Man kann den Fokussring ganz einfach über diese beiden Grenzen hinaus weiterdrehen, was zumindest mich anfangs etwas irritiert hatte.
Schon beim ersten Ansetzen des Objektives an meine Alpha 900 war ich sowohl von der Helligkeit des Sucherbildes, als auch von der Fokussierungsgeschwindigkeit schlichtweg beeindruckt. Das helle Sucherbild ist sicherlich nicht zuletzt der Alpha 900 geschuldet, aber auch die hohe Blendenöffnung des Objektives hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. Und mit der von mir verwendeten Mattscheibe Typ “M” macht auch das manuelle Fokussieren nur noch Spaß, zumal der Fokusring des 24-70ers seidenweich und absolut spielfrei läuft. Natürlich wird man in den meisten Fällen die automatische Scharfstellung benutzen – und auch da gibt es nichts zu meckern.
Zusammen mit der Alpha 900 liegt das “kleine” Zoom trotz seines Gewichtes sehr gut in der Hand und der linke Daumen landet fast automatisch auf dem Fokusstop-Taster. Allerdings hat man da mit insgesamt vier Pfund auch schon ordentlich was in der Hand. Beim Fokussieren dreht sich die Frontlinse natürlich nicht mit, was den Einsatz von Pol- und Verlauffiltern erleichtert.
Die weiteren technischen Daten
- Kleinste Blende: 22
- Naheinstellgrenze: 34 cm
- Filterdurchmesser: 77 mm
- Abmessungen (Ø x Länge): 83 × 111 mm
- Gewicht: 955 g
- Bildkreis: Vollformat
- Ultraschallmotor

Sony Alpha 900 mit Sony 24- 70 mm f2,8 ZA SSM Carl Zeiss Vario-Sonnar bei 70mm und f 5,6; 1/100s; ISO 200

100% – Ausschnitt aus dem oben gezeigten Bild
Bildqualität
Ich war von den ersten Ergebnissen, die ich auf dem Monitor sah, schlichtweg beeindruckt. Die Schärfe- und ganz besonders die Kontrastleistung sind schon bei Offenblende hervorragend und zwar nicht nur in der Mitte, sondern bis in die Ecken hinein und über den gesamten Brennweitenbereich! Abblenden auf Blende 4 steigert die schon offen hervorragende Bildqualität zwar noch ein wenig, aber darüber hinaus ist für mich dann lediglich ein Zugewinn an Tiefenschärfe feststellbar.
Das Objektiv ist uneingeschränkt für den Einsatz mit offener Blende geeignet! Auch chromatische Aberrationen sind für dieses Schmuckstück ein Fremdwort, so dass ich geneigt bin anzunehmen, dass es sich um eines der besten Objektive in diesem Brennweitenbereich handelt, und ich den nicht ganz niedrigen Anschaffungspreis für durchaus angemessen halte.
Ich muss es einfach noch einmal sagen: der Bildkontrast den dieses Zoom liefert ist einfach sensationell.
Das gefällt mir nicht
Ich könnte hier Gewicht und Preis anführen, halte das aber für müßig. Der Preis ist zwar nicht ohne, aber ich finde ihn gerade noch angemessen. Und das Gewicht fand ich zwar lästig beim Transport, während der Arbeit aber eher angenehm. Also im Endeffekt nichts, was mir nicht gefällt!
Das gefällt mir
Insbesondere natürlich die Bildqualität und gleich danach die hervorragende Verarbeitung. Beides ließ keinen Zweifel an der Qualität dieses Objektivs aufkommen.
Andreas Lettow
Preis
- 2.000 Euro
Hersteller
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5. August 2010 um 13:53 Uhr
Ein super Objektiv, qualitativ hochwertig verarbeitet und im Internet bereits ab 1.545 EUR erhältlich.