Test: PictureCode Noise Ninja

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Je nach Kameramodell (Größe des Sensors) und eingesetzten ISO-Werten, kann ein digitales Foto sichtbares Rauschen zeigen. Die meisten Fotografen wissen das bereits bevor sie auf den Auslöser drücken. Und ja, Rauschen, bzw. eine gewisse Grobkörnigkeit kann auch ein Stilmittel sein – kann … Für alle übrigen Fälle gibt es Tools, die Rauschen aus Bildern entfernen – und schon sind wir bei Noise Ninja.

PictureCode bietet mit Noise Ninja ein Aperture Plug-In (auch für Photoshop und Standalone) mit dem es für Aperture-User abermals einen Grund weniger gibt, eine externe Anwendung zu starten, um ein Foto zu optimieren.

Bei der Bearbeitung kann man Noise Ninja die Arbeit überlassen (Automatik), selbst Hand anlegen, oder – falls vorhanden – das Profil seiner Kamera oder seines Scanners laden. PictureCode bietet auf der Firmenwebseite diverse fertige Kamera- und Scannerprofile zum Download an. Meine beiden Kameramodelle sind leider nicht dabei, aber das wundert mich nicht wirklich, denn meine Pentax K110D ist schon ein älteres Modell. Da hat sich PictureCode wohl entschlossen, sich lieber um aktuellere Kameras zu kümmern. Es werden dennoch viele Kameramodelle unterstützt – besonders für Canon finden sich jede Menge Profile.

Das Noise Ninja-Interface ist übersichtlich gestaltet.

Auf Wunsch lassen sich zusätzliche Regler einblenden. Im unteren Bereich kann dann bei Bedarf noch nachgeschärft werden.

Zur Beurteilung von Noise Ninja habe ich Fotos meiner alten Canon PowerShot A620 herangezogen, denn dieses Modell hat tatsächlich „schön“ viel Rauschen produziert und so sind die Bilder dieser Kamera der ideale „Rohstoff“ für diesen Test – allerdings möchte ich aus „betriebstechnischen“ Gründen auf die vorher / nachher Samples auf der PictureCode Webseite verweisen. Ich habe nur noch ganz wenige PowerShot A620-Bilder, die meisten davon zeigen private Motive, die ich nur noch aus nostalgischen Gründen behalte – 2 Stück habe ich aber für diesen Test nehmen können. Bitte vor allem auf die Wasseroberfläche im Vordergrund achten – da sieht man den Unterschied besonders deutlich.

Mein Eindruck ist, dass die “Entrauschung” sehr gut funktioniert, man allerdings mit den Reglern vorsichtig umgehen sollte, da man sonst nicht nur das Rauschen, sondern auch Details entfernt. Da nützt dann auch das anschließende Nachschärfen nichts mehr … Hier muss man dann von Fall zu Fall entscheiden, was wichtiger ist – mehr Details (und mehr Rauschen), oder weniger Rauschen und eventuell weniger Details.

In einem Fall hat sich Noise Nija hartnäckig geweigert tätig zu werden – aber abgestürzt ist die Software bisher nie.

An der Bearbeitungsgeschwindigkeit gibt es nichts zu meckern, denn Noise Ninja unterstützt auch Mehrkern-Prozessoren. Beim Bearbeiten eines Fotos wird als erstes (und automatisch) eine Arbeitskopie angelegt – das ist auch der einzige Moment, wo man mal “zwei Sekunden” warten muss. Alle anderen Bearbeitungsschritte werden ohne jede Verzögerung umgesetzt.

Fazit

Noise Ninja macht einen sehr guten Job. Ich sehe das allerdings mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits geht es hier darum, das Rauschen aus einem Foto zu entfernen – das ist der Teil, den Noise Ninja so gut erledigt, dass es hier eine gute Wertung gibt – aber … Man muss sich auch darüber klar sein, dass eine starke Rauschentfernung immer zu Lasten der Details geht. Hier gilt es den optimalen Kompromiss zu finden – möglichst viel Rauschen entfernen und dabei gleichzeitig so viele Details wie möglich erhalten.

Jörn Daberkow

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

Ein Kommentar

  1. Ich habe NN als Plugin in CS3 eingebunden. Erstelle nach dem Aperture das Foto an CS3 übergeben hat eine Kopie der Hauptebene. Dann starte ich das NN-Plugin.
    Anschließend mache ich mit dem Radiergummi von CS3 und variabler Deckkraft, in den Bereichen wo ich Details verloren habe und die wichtig waren die Entrauschung rückgängig oder schwächer. Bringt fantastische Ergebnisse.
    NN ist zumindest auf meinen Imac 3.08 Ghz, 4 GB rasend schnell.

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