Test: Pentax O-GPS1

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Meine Kamera weiß wo ich bin! – GPS-Systeme in oder an einer Kamera sind eine feine Sache. Nach einem Shooting kann man jederzeit nachvollziehen, an welchen Ort ein Foto entstanden ist. Während unserer 4-wöchigen USA-Reise hätte ich ein solches System total gern gehabt, denn ich bin so oft angehalten, dass ich – zurück in Germany – nicht mehr in jedem Fall wusste, wo ich welches Foto geschossen hatte.

Meine Pentax K-5 bietet leider kein integriertes GPS, aber wenigstens kommt nun mit dem O-GPS1 eine handliche Aufstecklösung mit eigener Energieversorgung (eine AAA-Batterie). Der Kurs ist zudem so fair, dass ich nicht widerstehen konnte.

Voraussetzung

Für die Verwendung des O-GPS1 benötigt man – an einer K-r, K-5 oder einer 645D – die Firmware 1.11 (meine Kamera lief noch mit 1.03). Das Update war schnell gemacht und anschließend findet man im Menü den (neuen) Punkt „GPS“.

Um das GPS einsetzen zu können, muss man es – nach der Montage auf der Kamera – vor jeder Benutzung kalibrieren. Begründet wird dies damit, dass das Magnetfeld der Erde je nach Standort variiert. Zur Kalibrierung ist die Kamera in drei unterschiedliche Richtungen zu halten und dabei jeweils um 180° zu drehen. Ich bin jetzt gespannt auf den Tag, an dem mir die K-5 samt GPS aus der Hand rutscht. Solange das nicht geschieht, werden unbedarfte Zuschauer vermutlich denken, dass ich nicht weiß, wo an meiner Kamera hinten und vorne, bzw. oben und unten ist … ;-)

Sobald man das GPS-System kalibriert hat, kann man mit dem Fotografieren beginnen, ohne weiter über die Technik nachdenken zu müssen. Das O-GPS1 ist so klein und leicht, dass das zusätzliche „Gewicht“ nicht spürbar ist.

Nach dem Shooting finden sich in den EXIF-Daten zusätzlich die Angaben für Breiten- und Längengrade, Höhe, Himmelsrichtung und die Weltzeit. Diese Daten werden in Aperture allerdings nicht alle ausgegeben.

Pentax O-GPS1

In Aperture kann man sich über die Funktion „Orte“ den Standort eines Shootings anzeigen lassen. Da die Kartenanzeige fast exakt mit meinem tatsächlichen Standort übereinstimmt, kann ich sagen, dass das System sehr genau arbeitet!

Da stand ich …

Pentax O-GPS1

… und das ist mein Bild …

Pentax O-GPS1

Meine Meinung

Die Tatsache, dass das System nach jedem Einschalten neu kalibriert werden muss, nervt etwas. Das Pentax O-GPS1 ist ansonsten leicht, schnell montiert und es tut das, was es soll. Und obwohl ich kein Freund externer Lösungen bin, gibt es hier einen deutlichen Vorteil: Dieses GPS bedient sich eben nicht am Akku der Kamera. In Kombination mit Aperture ergibt sich ein schönes Gesamtpaket, denn die Apple-Software bietet mit der Orte-Ansicht einen direkten Zugriff auf Google-Karten. So kann man sich den Punkt an dem ein Bild entstanden ist, exakt anzeigen lassen.

“Sternenguckern” bietet das Gerät zudem die Möglichkeit in der Kombination aus dem beweglich aufgehängten Sensor und dem O-GPS1 Sterne so per Langzeitbelichtung am Nachthimmel zu fotografieren, dass Sterne Sterne bleiben – und nicht streifige Objekte. Pentax schreibt dazu (Zitat):

  • Der GPS-Empfänger berechnet die Bewegung von Sternen und Planeten unter Verwendung der GPS-Daten und der Kameraausrichtung (horizontale und vertikale Neigung), und gleicht diese durch Verschiebung des Bildsensors synchron zur Bewegung der Objekte aus.

Jörn Daberkow

Ergänzende Links

Preis

  • ca. 200 Euro

Hersteller

Technische Daten

  • Typ: Aufsteckbarer GPS-Empfänger
  • Aufgezeichnete Daten: Breiten- und Längengrad, Höhe, UTC-Zeit, Himmelsrichtung

Einschaltverzögerung

  • Kaltstart: ca. 40 Sek.
  • Warmstart: ca. 5 Sek
  • Positionierungs Intervalle: 1 Sekunde
  • GPS Genauigkeit: 10 m RMS
  • Datenformat: NMEA-0183
  • System: WGS84 (World Geodesic System)

Elektronischer Kompass

  • Genauigkeit: +/-5°
  • Positiomierungsintervalle: 8x
  • Referenz Richtung: Geografischer Norden

Abmessungen und Gewichte

  • 49 x 33 x 59,5 mm (BxHxT)
  • ca. 61 g inkl Batterie
  • ca. 50 g o. Batterie

Energiequelle: 1x Typ AAA Batterie

Batterie Lebensdauer

  • ca. 7 Std. (23°) / 4 Std. (0°) mit Alkaline Batterie
  • ca. 7 Std. (23°) / 4 Std. (0°) mit Nickel Metall Hydrid Batterie
  • ca. 12 Std. (23°) / 4 Std. (0°) mit Lithium Batterien

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

11 Kommentare

  1. Das der Sensor sich synchron zur Bewegung der Sterne mitbewegt ist wirklich abgefahren! Ansonsten fehlt in Aperture nur noch die Möglichkeit sich die Blickrichtung anzeigen zu lassen (oder geht das?). Viel Spaß mit dem Teil (wie es aussieht, muss ich gleich mal bei Pentax schauen…)

    • Morgen Markus,

      ja, diese Funktion ist wirklich abgefahren. Ich werde das nur wohl nie nutzen, da ich keine Sterne fotografiere.

      Ein Bild hatte ich leider nicht, da ich mich für Pressefotos anmelden müsste. Dazu habe ich keine Lust.

      Das mit der Blickrichtung? Nein, keine Ahnung.

  2. “Gut”, dass die K5 keinen integrierten Blitz hat, sonst hätte man ein Problem mit der Befestigung… ;-)

  3. Hallöchen,
    das nen ich einen Erfahrungsbericht, mit dem man was anfangen kann. Ich werde wohl auf einn Model mit Integrietem GPS warten, weil mir die nachteile zu schwerr wiegen.
    Danke und nen schönen gruß Stefan

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