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Test: LensBaby 2.0

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Spielzeug oder kreatives Werkzeug?

Ich hab’ ein neues Spielzeug – ein LensBaby 2.0. Was das ist? Eine absolut geniale und ebenso absolut einfache Objektivkonstruktion, die irre viel Spaß macht.

Das LensBaby 2.0 besteht aus einem zweilinsigen Objektiv, das mit Hilfe eines flexiblen Kunststoffbalgens an der Kamera befestigt wird. Es sind Anschlüsse für die meisten Kamerasysteme verfügbar, zur Not über M42 und einen passenden Adapter. Sitzt das Teil an der Kamera, wird mit den Ring- und Mittelfingern beider Hände fokussiert, indem der Balgen entweder zusammengedrückt oder gedehnt wird.

LensBaby 2.0

Die Scharfstellung kontrolliert man über den Sucher. Der Autofokus funktioniert dabei natürlich nicht. In der „Ruheposition“ fokussiert das LensBaby auf ca. 45 cm. Drückt man es zusammen, geht es in Richtung unendlich, drückt man von hinten auf den Fokusring und dehnt es damit, so rückt der Fokuspunkt näher.

Unschärfe ganz nach Wunsch

Dabei entsteht ein Bild mit einem (je nach eingesetzter Blendenscheibe) mehr oder weniger großen, scharf abgebildeten Teilbereich. Soweit, so gut, aber dieser so genannte Sweetspot lässt sich nun durch Verbiegen des Objektivtubus innerhalb des Bildes verschieben, was wirklich tolle Ergebnisse erbringen kann. Man muss das Ganze zwar ein klein wenig üben und ein guter und heller Kamerasucher ist dabei enorm hilfreich, aber es macht zumindest mir tierisch viel Spaß, mit diesem „Ding“ loszuziehen.

… noch mehr Einfluss auf das Ergebnis gewünscht?

… kein Problem: mit Hilfe der mitgelieferten Blendenscheiben, die vorne vor das LensBaby gesetzt werden können, lässt sich der Sweetspot in seiner Größe beeinflussen. Das heißt, wenn ich eine Scheibe mit größerer Öffnung einsetze, dann ist der scharf abgebildete Bereich kleiner, bei einer kleineren Blende ist dieser Bereich dann größer.

Der Preis für den Spaß hält sich auch noch in einigermaßen erträglichen Grenzen. Das Lensbaby 2.0 ist für etwa 120 Euro zu haben. Dazu ist das MacroKit für zusätzlich 20 Euro zu empfehlen, mit dem der Nahbereich erweitert werden kann. Damit kann dann der Spaß schon losgehen.

Für knapp 70 Euro mehr gibt es auch die neueste Version, das LensBaby 3G, bei welchem sich die Einstellungen des Tubus fixieren lassen, und so reproduzierbare Einstellungen ermöglicht werden.

Mir persönlich gefällt jedoch die deutlich spontanere Art der Nutzung beim 2.0 besser. Aber das ist sicherlich Geschmacksache.

Viel Spaß.

Andreas Lettow

2 Kommentare

  1. Sehr hilfreiche Beschreibung des Lens Baby. Scheint ein prima Teil zu sein. Die Frage ist nur, ob man dieses Teil irgendwann nicht einmal über hat, weil doch die Möglichkeiten recht begrenzt sind und nicht für jedes Motiv geeignet scheinen.

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