Test: EA Tetris

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Computerspiele werfen mich – wenn überhaupt – hauptsächlich in Sachen Grafik um. Aktuelle Spiele bieten zum Teil einen optischen Realismus, den ich wirklich beeindruckend finde. Das gilt übrigens auch für das iPad, das eine Spielegrafik abliefert, die einfach großartig ist. Aber wenn ich mal spielen wollte, käme der Punkt Realismus bei mir erst weit nach dem eigentlichen Spielprinzip. Was meine geliebte Super Nintendo Konsole betrifft, die ich hier auch noch stehen habe: Die stach schon bei ihrem Erscheinen nicht durch übermäßige Grafikleistung heraus. Der Prozessor brachte es gerade mal auf 3,58 MHz. und die Grafik bot 15 Bit Farbtiefe (32.768 Farben).

Für meine Super Nintendo Konsole habe ich mir vor beinahe 2 Jahrzehnten einen Japan-Import von Tetris gekauft. Das Spiel habe ich damals – ungelogen – so oft gespielt, dass ich beim Einschlafen farbige Klötzchen fallen sah.

Vor einigen Wochen habe ich meine Konsole wieder ausgegraben und – Plastik und Glasreiniger sei Dank: Das Ding sieht immer noch brandneu aus!

Das Spielprinzip ist ein ein wenig anders als gewöhnlich. Ja, man muss von oben herabfallende Steine so aufeinander stapeln, dass sie eine durchgehende Linie bilden und dann abgebaut werden. Schafft man das, wachsen diese Steine – Dank geteiltem Bildschirm – beim Gegner von unten nach. Zusammen mit den von oben herabfallenden Klötzchen und der steigenden Geschwindigkeit, kann das auf der anderen Seite des Bildschirms durchaus Stress erzeugen …

Die Steine fallen irgendwann so schnell, dass man meinen könnte, dass sie von unten „angesaugt“ werden. Dieses Tempo hält man – selbstredend – nur mit viel Übung durch. Ich hatte irgendwann die automatische Highscore-Liste mit 10 Positionen a 999.999 Punkten gefüllt. Höher kann die Konsole (oder das Spielmodul) anscheinend nicht zählen. Schade eigentlich … Dem Spielspaß tat das aber letztlich keinen Abbruch und zu zweit macht immer irgendwer den ersten Fehler. ;-)

Wie auch immer: Tetris ist auch im Jahre 2010 ein absolut tolles Spielprinzip und für die dazu nötige Grafik genügt auch ein 3,58 MHz.-Prozessor mit 32.768 Farben.

Nun machte mich Hannes gestern noch mal auf die EA-Aktion im App-Store aufmerksam und ich schrieb als Kommentar „OK, dann muss ich wohl wirklich mal gucken …“ zurück. Unter den EA-Sachen gab’s auch eine Tetris-Version, nur fehlt mir für’s iPad nach wie vor der externe Controller. Anhand der Beispielbilder sah ich jedoch, dass EA das Controllerproblem gelöst hatte – unorthodox zwar – aber gelöst. Die Jungs haben den Controller in Form von Software einfach mit aufs Display gepackt und da wusste ich, dass ich die 79 Cent leichten Herzens investieren würde.

Keine 2 Minuten später hatte ich Tetris auf dem iPad und mich sogleich ins Konfigurationsmenü begeben. Man kann den Controller am „Spielfeldrand“ auch abschalten und Ghost-Steine anzeigen lassen, oder eben nicht. Ghost-Steine? Nun, man sieht einen Transparenten Abdruck des gerade fallenden „Klötzchens“ genau da, wo er ohne weitere Spieleraktion hinfallen würde. Mich stört das und so habe ich diesen Punkt abgeklickt.

Das gefällt mir nicht

EA hat dieses Spiel so gut wie es angesichts der iPad-Hardware möglich ist umgesetzt. Der Software-Controller tut seinen Dienst, kann aber nicht mit einem echten Hardware-Controller mithalten, denn man bekommt keine Rückmeldung darüber, wo genau der Finger jetzt ist. Ein oder zwei Millimeter daneben und man löst eine falsche Bewegung aus.

Das gefällt mir

Tetris ist gemessen am Computerzeitalter uralt. Sozusagen der Methusalem unter den Spielen. Aber: Ich liebe es! Tetris schaltet mein alltägliches Denken fast komplett aus. Ich konzentriere mich nur noch auf meine Strategie und darauf die Steine zu platzieren.

Tetris von EA sieht toll aus und fühlt sich klasse an. Und für 79 Cent ist es eine absolute Empfehlung!

Jörn

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

2 Kommentare

  1. Quinn als Tetris-Klon für den Mac kennst du aber schon, oder?

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