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Test: Apple iMac 27 Zoll, 3,4 GHz. (2011) – Größer ist doch besser!

| 25 Kommentare

Nach 3 Jahren iMac 24 Zoll war für mich eines ganz klar: niemals wieder ein iMac. So schick der Rechner ausschaut, konzeptionell ist das Ding furchtbar beschränkt, das Display spiegelt und die Innereien lassen sich nur von einer Fachwerkstatt austauschen, bzw. reparieren. Dass da bisweilen horrende Kosten auflaufen können, musste ich im dritten Jahr feststellen. Da ging das optische Laufwerk kaputt. Das Ersatzlaufwerk war vermutlich aus purem Gold – anders konnte ich mir den Preis von 140 Euro (plus 75 Euro Arbeitslohn) nicht erklären …

Apple iMac 27 Zoll

Aber das Laufwerk war nicht das einzige Problem. In 3 Jahren habe ich insgesamt 3 Displays verschlissen. Die Programmfenster haben sich nach einer Weile “eingebrannt” und schwarze Streifen hinterlassen. Ich möchte lieber nicht daran zurückdenken, wie wütend ich manchmal war …

Doch was ist das?! Seit heute steht ein brandneuer iMac 27 Zoll auf meinem Desktop Schreibtisch und ich bin wider Erwarten mehr als glücklich. Die Ausstattung:

  • Core i7 mit 3,4 GHz.
  • 16 GB RAM
  • 2 GB Grafikkarte
  • 2 Thunderbolt Anschlüsse
  • SD-Card Slot

Besonders erleichtert bin ich, weil 3 Jahre Apple Care dabei sind. Ohne diese Garantie hätte ich mich nicht für einen iMac entschieden.

Mein neuer Computer ist bis auf die nicht verhandelte SSD so ziemlich die schnellstmögliche Art iMac zu fahren. Und nein, ich musste ihn nicht bezahlen (hätte ich auch nicht gekonnt), aber das ist eine andere Geschichte.

Apple iMac 27 Zoll

Bedarf nach einem neuen Mac war bei mir durchaus vorhanden, denn 3 Jahre sind für einen Computer gefühlt das, was von einem ehemals sportlichen, 20-jährigen Kerl nach 30 Jahren übrig ist. Mann kommt schwerer in die Hufe, lange Wanderungen sind nur noch mit einer 600er Ibuprofen zu schaffen und einen Sprint tut Mann sich nur noch an, wenn der nächste Bus länger als 20 Minuten entfernt ist. Ja, so in etwa muss sich mein alter iMac 24 Zoll 2,4 GHz. Core2Duo, 4 GB RAM auch gefühlt haben, als ich meine neue Kamera angehängt habe, um die ersten 150 Bilder nach Aperture zu bringen. Bis ich das erste Foto aufmachen konnte, vergingen gefühlt mehrere Stunden. Und auch dann wurde es nicht wirklich flink. Es ging schon irgendwie vorwärts, aber schnell ist anders …

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität ist derzeit von niemandem zu schlagen. Was ich bisweilen bei den großen Elektro-Discountern an Computern sah, würde sich sofort verstecken, um ja nicht verglichen zu werden. Ich wüsste ehrlich nicht, was in der „Verarbeitungs-Disziplin“ mit einem iMac mithalten könnte.

Display

27 Zoll sind eine unübersehbare Ansage. Sucht man in Google nach irgendwas, wird man eines nicht mehr finden – und zwar Scrollbalken. Was mir allerdings nicht gefällt, ist dieser bescheuerte Formfaktor von 16:9 In meinen Augen fehlt da immer die passende Höhe – und so ein iMac ist doch kein Fernseher. Und auch ich gehöre zu den Menschen, die sich ein mattes Display gewünscht hätten. Ich frage mich wirklich, was Apple dazu bewegen könnte, endlich auch beim iMac so eine Option anzubieten.

Design

Trotz des meiner Meinung nach zu niedrigen Displays ist der Computer zum Niederknien schön und schlicht. Es gibt keine Frontspoiler, keine Chromstreifen und auch keine zappelnde Leistungsanzeige auf der Front. Und nein, selbst eine illuminierte Wasserkühlung im transparenten Gehäuse sucht man hier (zum Glück) vergeblich. Alles, was ich bisher im PC-Bereich sah, bleibt um Meilen hinter der hier gebotenen Eleganz und Leichtigkeit zurück.

Elegant und leicht ist allerdings auch die mitgelieferte Tastatur, hier hat man es für meinen Geschmack allerdings „etwas“ übertrieben, denn einen Zahlenblock auf der rechten Seite hat man sich bei Apple glatt geschenkt – dafür braucht das Teil Batterien.

Leistung

Der wichtigsten Punkt war natürlich, ob ich im Vergleich zu meinem alten iMac einen Unterschied in Sachen Tempo bemerken würde. Nun, zumindest beim Starten geht es spürbar hurtiger zur Sache, doch ob mein Computer ein paar Sekunden weniger zum Booten benötigt, ist mir ziemlich egal. Entscheidend ist, ob Aperture nur geht oder doch sprintet … Um herauszufinden wie viel sich mit dem Wechsel verbessert hat, habe ich zuvor auf meinem alten iMac 50 Bilder aus meiner Pentax K-5 importiert. Aperture gibt als Dateigröße für eine RAW-Datei aus meiner Kamera 26,62 MB an. Kein Wunder, dass ein drei Jahre alter Computer da ein wenig schwächelt …

  • Der alte Kollege hat die Bilder in 1:41 Minuten importiert und nach 6:40 Minuten so vorbereitet, dass ich mit der Optimierung loslegen konnte.
  • Der neue iMac hat die Bilder in 1:48 Minuten importiert, war dann aber (wegen paralleler Berechnung) in 2:59 Minuten so weit, dass ich mit der Optimierung loslegen konnte.

Keine Ahnung, welcher Rechnerkomponente das geschuldet ist, aber egal, ob RAM, Prozessor oder sonst was: Der Unterschied ist schon beeindruckend. Editiert man einzelne Fotos, sind die sofort „da“ und lassen sich auf eine weise bearbeiten, die keinerlei computerbasierte Anstrengung erkennen lässt. Alles geht leicht und alles ist schnell.

Was zuvor auch ein Problem war: iTunes und Aperture gemeinsam offen haben. Hier geht das so beschwerdefrei, dass es schon erschütternd ist. Mauskommandos werden ohne Verzögerung befolgt und Programme starten, als wenn man sie allein aufgerufen hätte. Keine Spur von Langsamkeit, oder gar Arbeitsverweigerung. Angesichts eines solchen Feelings frage ich mich, was ich diesem iMac zumuten muss, damit er spürbar langsamer wird. Da ich keine Musik mehr mache und Aperture das leistungshungrigste Programm ist, das ich hier habe, vermute ich allerdings, dass da nichts zu machen ist …

Leistungsmäßig ist also alles im grell-grünen Bereich – und da es auch optisch nichts zu meckern gibt, kann ich derzeit nur die Bestnote verleihen. Das ist wirklich ein tolles Produkt – vor allem, wenn in den nächsten Jahren nichts kaputt geht.

Meine Meinung

Mir gefällt der 16:9 Formfaktor des Displays nicht so gut – und dass es keine matte Version davon gibt. Äußerst schade finde ich auch, dass die drahtlose Tastatur von Apple keinen Zahlenblock hat. Was soll das? Da bekommt man einen Computer geliefert, der professionellen Ansprüchen genügt und die Tastatur kann nicht mithalten. Versteh’ ich nicht.

Der iMac 27 Zoll ist total schön, unglaublich schnell und wahnsinnig beeindruckend. Wer mit der gebotenen Ausstattung leben kann und keine Hardware selbst austauschen können möchte, ist hier definitiv richtig. Alle anderen sollten sich genau überlegen, ob sie die hier getestete Konfiguration eventuell doch als Einschränkend empfinden.

Jörn Daberkow

Ergänzende Links

Ausstattung iMac

  • CPU: Core i7 Quad Core mit 3,4 GHz.
  • Display: 27 Zoll mit 2560 x 1440 Pixeln Auflösung
  • RAM: 16 GB DDR3 SDRAM (4x 4 GB)
  • 1 TB Serial-ATA-Festplatte
  • Grafikkarte: AMD Radeon HD 6970M 2 GB GDDR5
  • Garantie: AppleCare Protection Plan

Preis

  • 2978 Euro

Hersteller

Mehr von

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

25 Kommentare

  1. :-) Glückwunsch zu dem schicken Teil :-)

  2. du scheinst ja doch wieder quasi überzeugt zu sein von dem neuen :)

  3. Herzlichen Glückwunsch! Freut mich sehr, dass Du das Teil endlich hast. Aber die Tastatur hättet Du ohne Probleme in die kabelgebundende mit Nummernblock tauschen können. Das Argument zählt also nicht ;-) Ansonsten viel Spaß! VG, Markus

  4. Wenn der Serviceprovider dir das DVD Laufwerk für 140 EUR verkauft hat, dann hat er aber ne ordentliche Gewinnspanne drauf gehauen. Ich würde mir beim nächsten Mal jemand anderes suchen. Aber Ersatzteile sind in der Regel nun mal teuer und Apple verbaut nur Sonderanfertigungen. Ausserdem kostet es einen hohen Aufwand Ersatzteile 5 Jahre lang auf Vorrat zu halten und zu distribuieren.

    • Hallo Gerhard,

      willkommen auf moodWay.

      Was immer da war: 140 Euro plus 75 Euro Arbeitslohn finde ich einfach viel zu teuer – auch wenn man all die von dir genannten Gründe mit berücksichtigt.

  5. Nett schlecht. Wo bekommst du denn so ein Teil umsonst her? Ich will auch ;-)

    Gruß Tilman

  6. Hallo Jörn,
    herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen iMac. Ich habe schon seit eineinhalb Jahren so ein Teil. Im Gegensatz zu Deinem Gerät ist es zwar leistungsschwächer, ich würde es derzeit aber gegen keinen PC der Konkurrenz eintauschen wollen.

    • Hallo Joachim,

      danke für die Glückwünsche.

      Nein, tauschen würde ich auch nicht! Allein das große Display ist genial! Fotos sehen echt gigantisch aus!

      Jörn

  7. Hallo Jörn,
    Glückwunsch zum Super-iMac!
    Dann hast du jetzt den gleichen 27-Zoll-Monitor vor dir, wie ich. Ich hoffe, du wirst auch genauso zufrieden damit sein.
    Viele Grüße
    Jürgen

  8. Morgen Jürgen,

    danke für die Glückwunsche – und ja, das Display ist einfach umwerfend. Ich hoffe nur, dass diese Begeisterung auch anhält und nicht so endet, wie beim vorigen iMac mit 24 Zoll.

    Schönen Gruß zurück

    Jörn

  9. Hallo Jörn,
    ich glaube, die Chancen stehen nicht schlecht, dass das Display besser ist (und bleibt). Mein Sohn hat den 27-Zoll iMac der ersten Generation, jetzt 1 1/2 Jahre in Betrieb, ich habe das Display einzeln, seit Herbst letzten Jahres. Beide sind noch wie neu und ohne Probleme. (Ich meine die Monitore).
    Gruß
    Jürgen

    • Hallo Jürgen,

      schauen wir mal. Die Hoffnung, dass diesmal alles gut geht, habe ich. Allerdings bin ich nun auch nicht mehr ganz “wehrlos”, denn ich habe 3 Jahre Apple Care. Aber nervig wäre es trotzdem.

      Jörn

  10. Hört sich gut an, bin auch gerade am überlegen mir einen zu holen. Was mich ein wenig schockiert ist das du vom alten Modell so enttäuscht warst.. es wäre mein erster Apple und ich bin mir immer noch nicht zu 100% sicher ;) Ist ja auch eine Menge Geld.. Wie kamst du so “günstig” an deinen iMac?

    • Hallo Jascha,

      hol’ dir einen – echt. Der ist klasse!

      Mein erster iMac war – im Rückblick – wirklich grauenvoll, aber mich nervt es halt, wenn sich Programmfenster im Display einbrennen. Ich habe zu der Zeit viel im Web recherchiert und offenbar war das ein verbreitetes Problem Beim aktuellen Modell scheint das aber nicht mehr aufzutreten – oder es kommt so spät, dass noch keiner alt genug ist …

      Meinen iMac habe ich über einen Tausch bekommen.

      Jörn

  11. Hallo Jörn!
    Danke dir für dein ehrliches Statemente, auch ich bin mir nicht sicher (so wie es Jascha auch ergeht), ob ich mir den IMac zulegen soll, ich finde ihn schon Hammer und suche hier im Netz nach Vor.- und Nachteilen. Ich möchte ihn eher zum Spielen (World of Warcroft) nutzen, aber entscheiden kann ich mich nicht. Deine Infos zu dem IMac haben mir auf jedenfall weitergeholfen und beantworteten doch die eine oder ander Frage von mir :-) Mal sehen ob ich noch den richtigen Dreh bekomme und in den nächsten Store laufe. Ein Frohes Fest wünsche ich jedenfalls und weiterhin viel Spaß mit dem IMac, Michi

    • Hi Michi,

      freut mich sehr, dass dir mein Artikel etwas weitergeholfen hat. Ich spiele nicht auf dem Mac, sonst hätte ich dazu noch etwas gesagt. Ich glaube aber, dass die hier verwendete Grafikkarte (AMD Radeon HD 6970M 2048 MB) “nicht von schlechten Eltern” ist. :-)

      Dir auch schöne Feiertage

      Jörn

  12. Hey Jörn,
    ich habe vor mir in der nächsten Zeit auch so ein imac zu kaufen.
    Ich freue mich schon *FREU*.
    Woher bekommste den den “fast umsonst” ?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Lg Moritz

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