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Ikea Värde

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Fast alle Möbel um mich herum sind von Ikea und mit der Zeit wird man zum richtig routinierten “Möbelaufbauer”. Aber heute … nee, echt. Das war zu viel.

Nix zu meckern, was die 20-seitige Anleitung betrifft. Die war übersichtlich und einfach zu verstehen. Der Küchenschrank “Värde” ist zudem absolut edel, richtig klasse und supersolide – aber genau deswegen hapert es in Sachen Zusammenbau.

Das Teil ist erstmal so was von abartig schwer, dass man als “Normalkräftiger” die drei Kartons nur noch zu zweit schleppen kann. Das ist natürlich nicht Ikeas Schuld! Aber was mich heute tierisch genervt hat: Bei den Türen sind Schraubenlöcher für die Griffe vorgesehen, deren Löcher lediglich – fast – durchgebohrt sind. Den Rest muss man dann mit einer Bohrmaschine erledigen.

Nun, ich habe keine Bohrmaschine im Haus und musste das dann per Holzschraube erledigen – das bedeutet, dass ich eine etwas dickere Holzschraube per Hand durch den letzten Rest gedreht habe. Und das hat mir nach einigen Stunden Schrauberei echt den Rest gegeben. Hier wurde die Solidität von “Värde” zum ganz großen Nachteil, weil ich mich fast in einen Wutanfall gebohrt hätte. Das ging sowas von unfassbar schwer, dass ich das bald nicht mehr geschafft hätte. Ehrlich gesagt habe ich auch überhaupt nicht verstanden, warum Ikea die Löcher nicht komplett durchbohren ließ – aber das wird wohl deren Geheimnis bleiben …

Die Arbeitsplatte hatte dann gar keine Bohrungen mehr. Die wird also – pi mal Auge – auf den Unterschrank gelegt. Dann muss man von innen (der Schrank ist ja schon zusammengebaut) nach oben gegen die Arbeitsplatte bohren. Da im Schrank an der Stelle, wo die Schrauben reinmüssen, lediglich ca. 20 cm Höhe vorhanden sind, ist das nahezu unmöglich. Ikea hat in weiser Voraussicht einen etwas kürzeren Schraubendreher beigelegt, damit der zwischen die Bretter passt, die die Schubladen und Seitenwände halten. Man muss also die Arme ausstrecken, hat ca. 20 cm Platz zum Arbeiten und muss aus dieser Position eine Holzschraube in eine extrem feste Arbeitsplatte drehen.

Noch nicht ganz fertig …

Ehrlich, ich möchte den sehen, der das kann. Ich habe so den einen oder anderen inneren Fluch Richtung Schweden geschickt und mir ansonsten den Schweiß von der Stirn gewischt und geschworen, dass ich nie wieder Köttbullar essen werde.

Man, was für ein Scheißtag heute …

Aber der fertige Schrank ist schon schick! :- )

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Autor: joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

6 Kommentare

  1. Wie? Ikea-Freak u. dann keine Bohrmaschine im Haus? *tztz* ;-)

    Aber wo ist eigentlich ein Bild vom Schrank?
    Da wollte ich doch glatt mal sehen ob der Schrank auch ordentlich aufgebaut ist. Schreiben kann man nämlich viel. :-D

  2. Hi Erich,

    hast Recht! :-D

    Das Foto ist online – hier noch ohne Türen.

    Schönen Gruß

    Jörn, der sich endlich mal ‘ne Bohrmaschine kaufen sollte …

  3. Mit passendem Stiften zur Bohrmaschine kann man sogar Schrauben im Nu anziehen – Falls noch öfter ge bastelt werden sollte ;-)

    Das ist aber nicht das wichtigste, lieber Jörn, was ich Dir sagen wollte : seit letztem Herbst erfreue ich mich ausnahmslos an deinen interessanten Fotoserien (ob aus Mallorca oder Hamburg) und ganz besonders vom Strand bei Blankenese… da bekomm’ ich sogar Heimweh! Gruss aus Belgien.

  4. Guten Morgen Angeli,

    mit der Bohrmaschine hast du natürlich Recht… Ich hab nur keine Lust, dafür Geld auszugeben. :-)

    Dass dir meine Fotoserien gefallen, freut mich natürlich. Kommst du auch aus Blankenese? Warum bist du jetzt in Belgien?

    Jörn

  5. Hallo Jörn,

    Die Antwort lautet: ja.
    Bis zu meinem 8.Lebensjahr konnte man mich mit ziemlicher Sicherheit irgendwo zwischen Elbufer, Osterweg und der untersten Stufe der Baurstreppe finden. Zum Schluss führte mich der Schulweg sogar bis zur Hauptstrasse (unten).
    Dann sind wir umgezogen (Eltern müssen ja meistens Geld verdienen) und ich gehörte natürlich zum Gepäck.

    Zwei Jahre später wohnten wir in Lüttich an der Maas (auch ein Fluss!?!). In der Schule lernte, redete und dachte ich neuerdings in französischer Sprache und so ging’s dann weiter.
    Inzwischen habe ich dort in der Gegend Wurzeln geschlagen, Kinder gemacht, Enkelkinder bekommen und sogar (mit französischem “mode d’emploi”) IKEA-Möbel montiert ;-D . Während dessen ist ein halbes Jahrhundert an mir vorbeigesaust.

    Trotzdem, wenn Du mir die wuchtigen Bäume aus dem Hirschpark, den römischen Garten und die “Dampfer” auf der Elbe zu sehen gibst… (seufz).

    P.S.: Ich hoffe dass Du sehr bald das passende Objektif erwischst und wünsche Dir viel Spass mit der neuen Kamera und weiterhin so schöne Bilder!

  6. Hey Angeli,

    schön dich zu lesen! Komisch diese Straßen- und Wegnahmen in deinem Posting zu lesen… Ich lebe ja auch nicht mehr in Blankenese, sondern in Rissen. Aber irgendwie – man vergisst nie seine Wurzeln – du bist das beste Beispiel dafür. Sag’ mal … Sind wir vielleicht der gleiche Jahrgang? Ich bin 60er.

    Ganz nebenbei: ist doch schön, dass du mit zum “Gepäck” gehört hast! :-)

    Was die Objektive betrifft: Ja, ich habe inzwischen zwei Stück, mit denen man gut starten kann. Ich denke, dass damit bereits Fotos in besserer Qualität möglich sind, als sie aus meiner aktuellen Kamera kommen – aber das werde ich sehen, wenn ich die Teile endlich hier habe! Argh! :-)

    Schönen Gruß nach Lüttich an der Maas!

    Jörn

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