joern2012

Resümee Google+

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Anfang August 2011 bin ich Googles sozialem Netzwerk Google+ beigetreten und es wird Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen. Google+ ist Facebook nicht in allen Punkten überlegen, aber an vielen Stellen so viel besser, dass ich meine Aktivitäten sehr schnell auf die neue Plattform verlagert habe. Besonders gut gefällt mir dabei, wie Google mit Fotografen umgeht, denn Bildrechte gibt man hier nicht ab. Fotos werden zudem wesentlich schöner als bei Facebook präsentiert. Gut finde ich die Plattform auch konzeptionell, denn hier kann man sich mit jedem Menschen vernetzen, dessen Output man interessant findet. Bei Facebook ist das immer eine zweiseitige Angelegenheit.

Perfekt ist Googles Konzept mit den Circles allerdings auch nicht. Ich erhalte täglich Updates darüber, dass mich x-Leute eingekreist haben. Natürlich schaue ich mir dann an, wer das ist und was der / die so schreibt, um die ggf. ebenfalls einzukreisen. Allerdings stelle ich immer häufiger fest, dass ich – bevor ich den, bzw. diejenige überhaupt theoretisch ebenfalls einkreisen kann, längst wieder ausgekreist wurde. Selbst wenn ich ganz kurz nach der Google-Benachrichtigung auf ein Profil klicke … Oft sehe ich dabei dieselben Gesichter – manch einer hat mich bereits mindestens 10-mal eingekreist, aber immer auch gleich wieder ausgekreist. Ich gehe hier davon aus, dass viele Google+ User einfach versuchen, den verbreiteten „der hat mich eingekreist, also kreise ich den auch ein“ Mechanismus zu nutzen, um für sich eine möglichst große Zahl von Followern zu erzeugen.

So gesehen finde ich das Konzept von Kreisen, die sich „sharen“ lassen einerseits praktisch, andererseits aber auch total blöd, weil das hier dazu zu führen scheint, dass viele User Kreise komplett übernehmen, um sie gleich danach wieder zu entfernen. So wird nur auf Followerzahlen geschielt, nicht aber auf Relevanz, oder gar echtes Interesse an einer bestimmten Person.

Was mich zusätzlich nervt, ist die Tatsache, dass Google iPad-User per Default auf eine eigene Ansicht in Google+ leitet. Von dort lässt sich zwar theoretisch auf die vom Computer gewohnte Ansicht (Desktop) umschalten, nur stürzt diese sofort ab. Ich gehe inzwischen davon aus, dass das so gewollt ist, denn das Problem besteht nicht erst seit “gestern”.

Mein Resümee fällt derzeit recht verhalten aus, was aber auch damit zusammenhängen mag, dass ich meine Position in sozialen Netzwerken generell neu überdenke.

Um den Inhalt eigener Webseite zu pushen, scheint mir Twitter nach wie vor besser geeignet zu sein – und das trotz (in meinem Fall) mehr als 2.000 Followern bei Google+ vs 65 Follower bei Twitter …

Jörn Daberkow

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

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