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RAW-Konverter: Mit Apple in der zweiten Reihe?

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So gut wie jeder moodWay-Leser weiß, wie sehr ich Aperture mag. Die Ergebnisse der RAW-Konvertierung sehen in meinen Augen besser aus, als die von Lightroom 2.x und auch das Interface passt für mich nach wie vor viel besser, als der dröge Look von Lightroom. Überhaupt: Vom Aperture-Handling ist Lightroom noch Meilen entfernt. So weit zu den Vorteilen von Apples RAW-Konverter …

Wie von mir befürchtet geahnt, wird Adobe nun tatsächlich die Objektiv- und Perspektivkorrektur aus Photoshop CS5 in Lightroom 3 übernehmen. Das ist ein Feature, das Adobe Lightroom ein deutliches Plus an Möglichkeiten gegenüber Aperture bringen wird. Wenn nun auch noch die RAW-Konvertierung qualitativ nachzieht, sind Apertures letzte (und einzige) Vorteile das (erheblich) bessere Interface und die Systemintegration (von der ich noch nicht weiß, wie sie in Lighroom 3 aussehen wird).

Ehrlich gesagt bin ich wieder mal von Apple enttäuscht. Eine Objektiv- und Perspektivkorrektur ist für einen RAW-Konverter a la Aperture und Lightroom längst Pflicht und ich verstehe nicht, warum Aperture 3 das nicht mitgebracht hat. Lange genug haben wir ja alle auf die neue Version gewartet.

Sicher, es gibt diesen ewigen “Tanz”, bei dem mal die eine und dann mal die andere Software die Nase vorn hat. Ich erwarte aber von einer Firma wie Apple, das ich mit deren Produkten in der ersten Reihe sitze. Tu’ ich aber nicht …

Ich bin gespannt, wie lange Aperture-3-User nun auf eine eigene Objektiv- und Perspektiv-Korrektur warten müssen.

Jörn

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

17 Kommentare

  1. Ich verstehe an der Stelle aber auch die Kamerahersteller nicht. In meiner Canon wird zumindest beim JPG Export als Option die Vignette des Objektivs korrigiert. Das gilt zumindest für die meisten Canon Gläser. Warum man diese Funktion nicht auch (natürlich optional, weil es eine Nachbearbeitung der Rohdaten bedeutet) in die RAW Fotos einrechnen kann, ist mir schleierhaft. Ich weiss, dann würde der Begriff RAW für Rohdaten nicht mehr passen. Aber in der Praxis wäre das doch eine Erleichterung. Denn was nützt mir das schönste RAW Format, wenn es in der Nachbearbeitung zu aufwendig ist (gerade bei “schlechteren” Linsen).

  2. Das ist die andere Seite. Ich möchte tatsächlich nicht im jpeg-Modus fotografieren und finde es sinniger, Objektiv-Fehler später in (bevorzugt) Aperture oder eben in Lightroom herauszukorrigieren.

  3. Tja – use the force, äh Adobe, kann ich da nur sagen. ;-)

    a) es ist plattformunabhängig (also wenigstens auf Mac _und_ PC verfügbar)
    b) Adobes Hauptgeschäft ist EBV und Contentproduktion – Apples Hauptgeschaft sind mittlerweile iPhones, iPads, iTunes etc – MacBooks, geschweige denn Desktopcomputer oder etwa Software… anscheinend mehr oder weniger stark aus dem Fokus gerückt.

    Deswegen ist die momentane Applepolitik als MacBook und PC-User nun wirklich nicht dazu angetan, mich weiter positiv für diese Plattform zu begeistern.

    I need Adobe-Software – not Apple-Mirro….erm, -Hardware.

    • Hallo Torsten,

      oha, du bist eindeutlig ein Kandidat für meinen “Apple: Unbeliebt zum Erfolg?“-Artikel. ;-)

      Ja, ich wäre längst auf Lightroom gewechselt, wenn Aperture in bestimmten Bereichen nicht so stark wäre. Mal sehen, wie gut die RAW-Konvertierung in Lightroom 3 ist … dann denke ich da noch mal drüber nach.

  4. Meine Meinung Aperture ist ein wunderbares Tool für Fotografen die Faces und Places beötigen – Ihre Bilder auf Flickr anbieten und auf Facebook veröffentlichen wollen – kurzum der durschnittliche Profi.
    Amateure sollen doch Ihre Bilder in LR bearbeiten, sich mit spezifischen Kameraprofilen das Leben vereinfachen oder einfach nur Bilder schneller Beschriften Dank der Möglichkeit Synonyme verwenden zu können. Übrigens Jeder kann sich leicht sein eigenes Bild machen von raw Qualität von LR 3. Adobe stellt ja immer beta`s zur Verfügung, damit die Banane nicht vollständig beim zahlenden Kunden reifen muss.
    Wie lange hat es gedauert bis Apple die Pinselfunktion kopiert hat. Das ikönnte ein Anhaltspunkt sein , wie lange die Entwickler von Apple brauchen bis Sie den Kopierer für die Linsenkorrektur angeworfen haben.

    • Ich rechne irgendwie so gar nicht damit, dass Apple eine Linsenkorrektur für Aperture bringt. Mein Glaube an diese Firma in Cupertino ist derzeit mal wieder schwer erschüttert.

  5. Was seid ihr nur alles für Meckertanten. Vermutlich bin ich zu sehr “Pseudopro” um das wirklich durchschauen zu können, aber für mich hört sich “Linsenkorrektur” nach einem reichlich akademischen Problem an. Zumindest nach einem absoluten advanced-advanced-Feature, was nunmal nur die besten der besten haben. Und Adobe-Software gehört für mich niemals im Leben zu diesem Kreis, auch wenn sie noch so tolle Features hat. Denn sie ist fett, aufgebläht, unansehnlich, kommt mit Installern daher, die sich an keinerlei Mac-Standards halten, ach was sag ich, die komplette Software hält sich an keinerlei Mac-Standards und man kann sie niemals mehr rückstandsfrei deinstallieren. Ich hasse Software die so supertoll plattformunabhängig ist, dass sie sich einen Scheissdreck um die Plattformen kümmert, auf denen sie tuckert (laufen würde ich sowas nicht nennen…).

  6. Dann kauftDir PS CS5, dann kannst Du doch bei Aperture bleiben. Für viele Funktionen benötigt man doch PS in der Fotobearbeitung – also warum sich da drüber einen Kopf machen, ob Aperture oder Lightroom? Wenn Aperture wirklich so toll ist, dann bleib dabei und ergänze es mit PS – fertig!

    • Scherzkeks! :-D

      Wie soll ich das bezahlen? Du erinnerst dich, dass ich derzeit einen Job suche? :-D Aber im Prinzip wäre das wohl die beste Lösung. Soweit stimme ich dir zu.

  7. Das ist mir bekannt! Mir ging es ja auch nur darum zu sagen, dass jeder, der sich ernsthaft mit digitaler Fotografie auseinandersetzt, an PS nicht vorbei kommt. Und somit ist es dann auch “fast” schon wieder egal, ob man Aperture oder Lightroom einsetzt.

    Frag doch mal bei Adobe an, ob sie Dir nicht eine Testversion zur Verfügung stellen.

    • Moin Andreas,

      im Prinzip eine gute Idee, aber das macht Adobe nicht (mehr). Da hatte ich schon wegen kleinerer Sachen angefragt und ein Nein bekommen. Das mit dem Egal ob Aperture oder Lightroom gilt für mich nur in der Kombination mit Photoshop. Grundsätzlich finde ich das Interface von Aperture und das ganze Feeling der Software um Meilen, nein eigentlich sogar um Welten besser. Ich möchte nicht wechseln, aber ich möchte von Apple eine Ojektivkorrektur für Aperture.

      Jörn

  8. Kommt mir alles so vor wie die Logic/Cubase-Spirale….aber Jörn, lass Dich doch nicht jedesmal aus der Bahn werfen, wenn irgendeine Software ein Feature bietet dass Dein derzeitiger Favorit nicht bietet.

    Bevor ich mich jedesmal in eine Sinnkrise stürze, weil Logic irgendwas nicht kann, was bei den Mitbewerbern neu ist, produziere ich lieber einen neuen Songs mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen.

    Du hast doch ein Aperture-Wissen, dass das des Durschnitts-Users bei weitem übersteigt, schließlich hast Du zu dem Thema mal ein Buch geschrieben.
    Also nutze dieses Wissen, dass sichert Dir Vorsprung…und nicht die Linsenkorrektur in Lightrrom ;-)

    • Hey Heiko,

      ja, diese Diskussino geht schon in eine vergelichbare Richtung. Eine Linsenkorrektur ist für mich nur ein Ding, dass mehr ist als nur irgendein ein neues Feature – es gehört in meinen Augen in etwa so zu dieser Art Software, wie z. B. ein Hall in eine DAW – und Aperture hat nun immer noch keinen Hall …

      Wechseln werde ich wohl nicht zu Lightroom – ich werde es weiter parallel einsetzen, da Apple ja auch nicht in der Lage (oder Willens) ist, Aperture vernünftige Webgalerien mitzugeben. Alle meine Bilderstrecken gelangen mit Lightroom ins Web …

  9. Hallo Jörn,

    das kann es ja aber auch nicht sein, oder? Alle Bilder in Aperture zu entwicklen, um sie dann in Lightroom zu importieren, nur damit Du eine Web-Galerie erstellst? Dann würde ich vielleicht doch gleich bei Lightroom bleiben. Das ist in meinen Augen wirklich verschwendete Energie, mit zwei Programmen parallel zu arbeiten. Kennst Du Slideshowpro – das gibt es jetzt auch für Aperture:
    http://slideshowpro.net/news/archive/2010/04/aperture-export-for-slideshowpro.php/

    Sehr nette Galerien…….

    • Hi Andreas,

      ja, das ist ein Punkt, der mich auch wirklich nervt. Aperture ist einfach nur so gut, dass ich mich auf diesen dämlichen Workaround einlasse. Danke für den Link mit den Galerien! Das schaue ich mir an!

      Jörn

  10. Hallo zusammen,

    es gibt eine nettes Tool zur Objektivkorrektur für Aperture 3 namens PTLens :

    http://epaperpress.com/ptlens/

    es kostet nur 25 Dollar und erfüllt absolut seinen Zweck, läuft als standalone oder als externes Bearbeitungsprogramm mit 64 bit ( als Plugin leider nur mit 32 Bit ). Ich bin sehr zufrieden damit in Bezug auf Ergebnis, Performance und Handling. DESWEGEN muss man kein Geld für PS 5 ausgeben.

    Grüße,

    Frank

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