Rauschphilosophie: Vorher oder nachher?

Muss ein Foto, wenn es aus der Kamera kommt, rauschfrei sein? Spricht irgendetwas dagegen, dem Problem nachträglich zu Leibe zu rücken? Kommt darauf an … Wer im JPEG-Modus fotografiert und seine Fotos direkt aus der Kamera nutzen möchte, wird gewiss rauschfreie Bilder haben wollen, denn er hat die Verantwortung für gut entwickelte Fotos an die Kameraelektronik abgegeben. Wer seine Fotos jedoch im RAW-Modus aufnimmt und diese dann eh’ selbst im RAW-Konverter seiner Wahl entwickelt – für den ist das Entrauschen nur ein zusätzlicher Arbeitsgang, den er selbst steuern kann …

Ich habe heute einen zweiten Test mit Noise Ninja durchgeführt und war schwer verblüfft, wie gut das Rauschen mittlerweile aus Bilder herauskorrigiert werden werden kann. Verblüfft? Nun, ich habe Noise Ninja seit über einem Jahr nicht mehr benutzt. Aktuell ist inzwischen Version 3 und genau die habe ich heute als Aperture 3-Plug-in installiert.

Mein „Testaufbau“ war eigentlich super simpel. Wir haben einen vergleichsweise dunkeln Wohnungsflur und die Vorratskammer legt in Sachen Dunkelheit noch mal nach. Das hier gezeigte Foto …

… wurde mit meiner Olympus E-3 und ISO 3200 aufgenommen. Auf den ersten Blick taugt diese Szene nur für dokumentarische Zwecke. Noise Ninja zeigt nun, was sich aus so einem Foto noch machen lässt. Hier eine vorsichtig entrauschte Version …

… und hier eine, die intensiv nachbehandelt wurde.

Der Unterschied ist durchaus beeindruckend und zudem frei editierbar. Ich kann jederzeit entscheiden, ob, wo und wie sehr ich ein Foto entrauschen möchte.

Was ist nun besser? Ein rauschfreies Foto aus der Kamera, oder ein nachträgliches Entrauschen per Software? Meinungen bitte mit Begründung ins Kommentarfeld.

Jörn Daberkow

  

Veröffentlicht von

www.hamburger-fotoblog.de

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Eine möglichst rauschfreie Basisaufnahme ist natürlich immer irgendwie das Ziel. Aber nicht auf kosten der Bilddetails! Also entweder habe ich einen Profiboliden mit einem A5-großen Sensor ;-) bei dem OHNE interne Rausunterdrückung einfach gar nix rauschen kann, oder ich nehme zu Gunsten der Detailzeichnung einfach ein bisschen vom “Rausch” in Kauf. Die kamerainternen Unterdrücker gefallen mir persönlich alle nicht, ausserdem habe ich grundsätzlich etwas gegen Unterdrücker ;-).

    Mal im Ernst – man sieht es doch am obigen Beispiel. Mit jeder Stufe des Glättens verliert man Bilddetails. Natürlich kommt es auch auf den Anwendungsfall an, aber auf einem normal großen Print (bis 30×20) würde man möglicherweise gar nichts störendes wahrnehmen.

    Fazit: Erich ist der Rausch lieber als das (Glatt)Bügeln! :D

  2. Die Version mit der Intensiven Nachbehandlung ist schon zu viel des Guten. Ansonsten bin ich auch überrascht, was da alles geht. Nun wäre es eben doch interessant, das Ergebnis dem Foto einer rauscharmen Kamera (z. B. meiner D700) gegenüberzustellen.
    Die Nachbearbeitung ist trotzdem eher eine Notlösung. Dauert einfach länger. Wenn das die Kamera gut kann, geht es einfach viel fixer.
    Gruß, Ulf

  3. Mach doch einfach das Licht in der Vorratskammer an :-)

    Hier kann man gute Parallelen zur Musik ziehen: Am besten schon möglichst früh ein gutes Signal aufzeichnen. Die Nachbearbeitung ist zwar mittlerweile in beiden Bereichen recht gut, ersetzt aber kein gutes Originalsignal.

    VG, Markus

  4. Ich stimme Markus zu.
    Das erninnert mich etwas an das musikalische “We fix it in the mix” oder “Das kriegen wir beim Mastern” ;-)
    Ähnliches seh ich im Moment im Videobereich: auch hier werden die Möglichkeiten zur Nachbearbeitung immer weiter gestreut, und auch wenn man mittlerweile selbst aus verwackelten Handykamera Shots eine Menge rausholen kann, den größreren Gefallen tut man sich doch, wenn man möglichst optimal versucht aufzuzeichnen, also z.B. mit Stativ statt elektronischem Entwckler aus Kamera oder Software.
    Wenn das Equipment an Grenzen stösst, ist es natürlich legitim, nachzuhelfen, aber generell halte ich es immer für besser, schon möglichst optimal aufzunehmen.
    Dieses “Ich halte mir bis zum Schluss alle Möglichkeiten offen” führt eh nur dazu, dass man sich verzettelt und nie zu Potte kommt ;-)

    Viele Grüße,

    Heiko

  5. ACHTUNG – OT
    Mir fehlt der Zustand zum Bedarf von ISO 3200 aufwärts (ausgenommen Presse- und Sportfotografen und anderer Profis), was zwangsweise bei fast jeder Kamera zu Rauschen führt.

    Natürlich kompensiert der Markt damit auch die lichtschwachen Kitobjektive (f5,6 bei einem 55mm Zoom ist einfach eine Schande), aber das zäumt meiner Meinung nach das Pferd am Schwanz auf, oder für Leute die in Sprichwörtern nicht so bewandert sind, geht das Problem an der falschen Stelle an.

    Zu analogen Zeiten war bekannt, dass das Objektiv die erste Priorität für ein gutes Foto war. Natürlich war auch gutes Filmmaterial hilfreich, aber was nicht bestmöglich durch die Linse kommt, kann auch am teuersten Film kein gutes Foto erzeugen.

    Mit der digitalen Fotografie hat sich das alles fälschlicherweise umgedreht. Abgesehen vom Megapixelwahn (der ebenfalls auf den winzigen Sensoren zu Rauschen führt) ist eine möglichst hohe ISO-Zahl wichtiger geworden, als einfach mal gute Objektive zu verbauen bzw. anzubieten. Man verspricht dem Konsumenten, dank modernster Technik bekommt er bei wenig Licht noch super Fotos, und die mit einem 600mm Zoom aus der Hand aufgenommen. Und das alles durch eine Daumennagel große (Plastik)linse.

    Das beste aktuelle Beispiel ist die Sony-NEX: “Bilder wie von einer DSLR”, basierend auf dem APS-C Sensor, ISO3200 rauschfrei dank BSI-HD CMOS Technik, aber keine anständigen Objektive, die irgendwas vom Versprochenen überhaupt auf den Sensor projizieren könnten. Für mich die absolut falsche Richtung in die sich das Thema digitale Amateurfotografie entwickelt.
    ENDE OT

    Wieder zurück zum Thema. Nachdem sich die Industrie in eben diese falsche Richtung entwickelt, ist es naheliegend das man auch für die digitale Dunkelkammer die entsprechenden Helferleins anbietet. Nachdem aber kaum ein Hobbyfotograf seine Bilder jemals in 1:1 der Auflösung ansieht, fällt das Rauschen umgekehrt ja auch den meisten gar nicht auf. Ob man sich dieser Tools jetzt bedient oder nicht ist somit nicht nur eine Frage des Zeitaufwandes oder der Kameraanschaffung, sonder auch der eigenen Wahrnehmung und dem Anwendungsfall sprich der Printabzugsgröße. Und da wäre eine Statistik interessant, die uns Aufschluß über die Anzahl derer gibt, die heutzutage überhaupt noch Prints machen, und die Bilder nicht nur am 22″-Monitor/Full-HD Fernseher betrachten …..

    @Ulf
    Die D700 zählt leider nicht zu den Ottonormal-Kameras. Mit einem Straßenpreis von 2000,- Euro (Einführungspreis mehr als 2500,-) nur für den Body übersteigt sie selbst für einen interessierten Amateur deutlich das Budget. Das sie mitunter zu den rauschfreisten Kameras zählt ist zudem hinlänglich bekannt, irgendwas muss sie um den Preis ja auch bieten ;-)

    • Da muss ich mich mal outen: Ich habe schon superlange keine Prints mehr gemacht. Superlange heißt hier “viele Jahre”. Die beiden Fotobücher, die ich über Apple drucken lassen habe, zählen irgendwie nicht, weil die Bilder dort doch relativ klein waren.

  6. @ batteriesnotincluded:
    Klar, eine Ottonormal-Kamera ist die D700 nicht. Aber damit wird man auch schlecht bei schlechten Lichtverhältnissen (noch dazu bei Ottonormal-Objektiven mit kleinster Blende 5,6) zu einigermaßen rauschfreien Bildern kommen.
    So ist das derzeit einfach. Kameras mit möglichst wenig Rauschen kosten Geld.

  7. @ulf
    “Keine rauschfreien Bilder mit Ottonormal-Kameras …”
    Genau das finde ich falsch! Die Entwicklung ist diesbezüglich eben falsch. Ich konnte zu analogen Zeiten mit einer Praktika und ganz normalen Linsen trotzdem ordentliche Fotos machen. Erst wenn ich spezielle Ansprüch (extremes Tele, Macro etc) hatte, musste ich mir ein Kamerasystem suchen, dass dann entsprechend mehr gekostet hat.

    Alle schon genannten Dinge (Megapixelwahn auf winzigen Sensoren, Ultrazoom, GPS, Full-HD-Movie mit Kompaktkameras etc) fetten sinnlos die Featurelisten auf, tragen aber allesamt nicht zu besserer Bildqualität bei – dem eigentlichen Ziel wenn ich ein Foto mache!

    Meiner Meinung nach könnte man sehrwohl eine leistbare digitale Fotokamera herstellen, wenn man die Prioritäten auf das was ein gutes Foto verlangt legen würde, und nicht auf eine sinnlose Zusatzfunktionen. Die kosten natürlich alle Geld, brauchen Platz im Gehäuse, saugen zusätzlich am Akku der dann entsprechend größer sein muss etc etc. Bei der Mehrheit der Modelle zahlt man nicht für eine gute Bildqualität sondern für Smileshutter, HDR, GPS, Videofunktion, und und und.

    Deine Aussage “Kameras mit möglichst wenig Rauschen kosten Geld” ist wohl war, aber eine ausgesprochen traurige Wahrheit. Zudem trifft diese Aussage auch noch auf Bilddetails, Schärfe und Dynamikumfang zu. Alles maßgebliche Kriterien für eine gute Aufnahme – nicht die oben angeführten Zusatzfunktionen.

    Naja – ich finde mich mit solchen Entwicklungen eben schwer ab. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich eine 5 Jahre alte Kamera habe, die immer noch bessere Bilder macht wie die vermeintlichen weiterentwickelten Nachfolger.

  8. @ batteriesnotincluded:
    Ja, du hast in manchem sicher recht. Aber die meisten Leute wollen eben Features und fallen auf Werbeaussagen (Megapixel) rein.
    Das Etikett “geringes Rauschen” bei schlechten Lichtverhältnissen wird den normalen Knipser halt nicht zum Kauf bringen. Die meisten Leute machen wahrscheinlich sowieso nur im Urlaub und bei Familienfeiern Fotos. Das dient eher der Erinnerung als der Qualität von Fotos.

  9. Ich finde wir haben doch schon geringes Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen, zumindest wenn ich da an die vergleichsweise grausligen ISO 400 Filme denke, die noch vor 10 Jahren keine wirkliche Alternative waren. Wenn man mal die Kirche im Dorf lässt, haben wir schon jetzt, auch mit Otto-Normal-Kameras phantastische Möglichkeiten, und ich brauche jedenfalls kein “Nachtsichtgerät mit Bildaufzeichnungsfunktion” ;-). Und wenn es wirklich mal zappenduster ist, so what?, dann mach’ ich eben kein Bild …
    Und in ganz vielem, was er sagte möchte ich mich Erich anschließen: Ich möchte eine einfache, solide Kamera, mit den zum photographieren nötigen Möglichkeiten, dazu ein passendes, gutes Objektivsortiment, und keinen zusätzlichen Schnickschnack, der nichts mit Photos machen zu tun hat und bloß Platz und Strom und Zuverlässigkeit kostet. Am allerliebsten hätte ich so etwas wie meine schöne , alte Minolta 9000 mit ‘nem FF-Sensor d’rin… Naja, die Alpha 900 tut’s dann auch… ;-)

    Andreas

  10. @ulf
    Ein Gelegenheitsknipser beschäftigt sich weder mit Bildrauschen noch mit einer Software (als AperturePlugin!) die selbiges verringern oder eliminieren soll. Wir reden hier glaube ich schon vom Hobbyfotografen, dessen Bilder es überhaupt in ein Bildbearbeitungsprogramm schaffen. Für so jemanden sollte “geringes Rauschen” durchaus ein Entscheidungskriterium für den Kamerakauf darstellen.
    Dass ich dafür dann mind. 2000,- aufwärst für einen Body hinlegen muss, finde ich, wie schon ausführlich bejammert, eben falsch.

    @Andreas
    Vielen Dank für die Zustimmung ;-)
    Du hast natürlich Recht mit den 400ASA-Filmen, spezielle wenn sie dann auch noch grenzwertig belichtet wurden. Allerdings gab/gibt es auch sehr gute 200ASA Diafilme (habe gerade eine ganze Menge davon gescannt). Und wenn ich dann noch den Lichtstärkenvorteil dazurechne (50mm f1,4; 85mm f1,8; 70-200mm durchgehend f3,5), dann sind die Vorteile heutiger leistbarer Sensoren verschwindend gering. Und meine Objektive sind/waren allesamt gute “Hobbylinsen”. 85mm gab es auch mit f1,2 ;-)

    Ich bin für eine Petition. Eine Petition für einen digitalen “Fotoapparat”, reduziert auf AV, TV und meinetwegen Programm, Abblendschalter, jederzeitigem manuellem Focusierzugriff, großem hellen 1:1 Sucher, garantiert rauschfrei bis ISO 800. Mind. 3 Linsen (Fixbrennweite mit Macro, 2 Zoom), und das alles unter 1500,- Euro. Megapixel? 10 sollten mehr als ausreichen. Sensorformat? Egal – alles ab Four/Thrid gilt.
    Bunt gemusterte Gehäuse, Sprachausgabe, Radioempfang, Fernsteuerung für den Plattengriller und Garagentoröffner einfach weglassen – dann kann sich das ausgehen. ;-)

  11. Canon zeigt mit der PowerShot S90 sehr schön, was ihr meint: 10 Megapixel, extra lichtstarker Sensor (was sich in der Praxis bewährt), keine Zusatzfunktionen und mit 400 Euro für eine Kompaktkamera gerade noch leistbar.

    Wobei das Bildrauschen der NEX auch ausgezeichnet ist – Lichtschwaches Objektiv hin oder her. Dass man für den vierfachen Preis auch bessere Qualität bekommt, überlasse ich mal dem Hausverstand – Mit genügend Wissen, um nicht auf Werbung reinzufallen, existieren auch heute noch einige Kameras, die ihren Preis wert sind – ohne eingebaute Mikrowelle. Ich bin sicher, Jörn wird mir mit seiner E-P1 zustimmen.

  12. Ja, die S90 wird überall gelobt und zählt unter den Kompakten zu den besten. 28-105 Brennweite ist aber auch für den Urlaubs- oder Gelegenheitsknipser einfach zu wenig. Meine Freundin hat die Sony WX1 mit 24-120 (und dem BSI-CMOS wie die NEX), verkauft diese aber auch wieder, weil ihr das einfach zu wenig Tele ist.
    Ausserdem sind die Bewertungen immer innerhalb der Kategorie zu sehen. Wenn die S90 zB 75% auf dpreview bekommt, dann hat das mit den 75% der Sony Alpha 850 nichts zu tun. Die Bilder der S90 sehen nach wie vor bescheiden aus, nur im Vergleich mit anderen Westentaschenkameras gelten sie als “für die Geräteklasse” super.

    Das Bildrauschen des BSI HD-CMOS wie er in den NEX verbaut wird ist tatsächlich erstaunlich gering, im Wesentlichen aber auch durch die nicht abschaltbare interne Rauschunterdrückung (kenne die eigenen Ergebnisse der WX1 und natürlich viele Testbilder). Gäbe es zur NEX noch zumindest 2 gute Zoom-Linsen würde das am Papier sogar für meine Ansprüche passen 8abgesehen vom Kompaktkamera-Interface). Allerdings verstehe ich nicht warum die Zoom’s beide bei 18mm starten (18-55, 18-200). Über das unbrauchbare Pancake wurde ja schon ausführlich berichtet.

    Bei der absolut unüberschaubaren Vielfalt (sicher über 500 verschiedene Modelle) aller angebotenen Digicams, egal ob kompakt, Bridge oder DLSR, existiert trotzdem meine “Petitions-Kamera” nicht. Sowohl bei der NEX als auch bei allen PEN fehlt der optische Sucher, und bei den Einsteiger-DSLR wird vermehrt auf Video gesetzt, was wieder unnötiges Geld kostet.
    Die einzige Kamera die mir im Moment einfällt ist die Canon 550D, die ungefähr an meine Vorstellungen rankommt. Hätte sie anstelle der Videofunktion jetzt noch einen Vollformat-Sensor wäre sie schon fast perfekt ;-)

  13. Wobei ich den Detailverlust bei der NEX nicht so schlimm finde – und dann bliebe noch der Modus, in dem 6 Aufnahmen zu einem Bild zusammengesetzt werden, um Bildrauschen zu minimieren. Wenn’s so funktioniert, wie es sich anhört, dürfte man damit detailreiche, rauscharme Bilder erhalten.

    Mir ist schon klar, dass man Kompaktkameras nicht mit DSLRs oder Bridgekameras vergleichen kann, es käme schließlich auch niemand auf die Idee, eine Handycam mit einer dezidierten Digicam zu vergleichen. Trotzdem finde ich es schade, dass Sony die – für diese Klasse gar nicht so billigen – Objektive nicht etwas hochwertiger produziert. Wobei man mit dem Pancake noch immer bessere Bilder als mit jeder Kompakten erhält, soweit ich von Beispielfotos sehen konnte. Ich hoffe nur, ein Upgrade von einer IXUS 210 auf die NEX-5 lohnt sich – solange das der Fall ist, werde ich die NEX im Auge behalten.

    Zu Jörns Frage: Ich finde, die Kamera sollte das Bildrauschen direkt nach der Aufnahme wegbügeln – nur nicht zu viel. Manche Kompaktkameras kriegen da ‘nen ganz guten Kompromiss hin, bei DSLRs kann man die Funktion meist ohnehin ausschalten. Übrigens: Das intensiv nachbehandelte hat was von einem Ölgemälde – schick! ;)

  14. Ich werde die EVIL-Entwicklungen (und natürlich auch die NEX-Serie) ebenfalls im Augen behalten, wäre wie schon gesagt genau mein Ding. Und der BSI-CMOS den Sony da entwickelt hat macht ja wirklich einen guten Eindruck, speziell was das Rauschen anbelangt. Bis ISO 800 scheint auch die Büglerei relativ zurückhaltend zu sein.

    Für den “Malereieffekt” würde ich dann aber doch eher einen Filter im Photoshop vorziehen. Da kann man das Ergebniss dann doch ein bisserl besser an die eigenen Vorstellungen anpassen ;-)

  15. @batteriesnotincluded: Ich habe mir die 550D ja vor kurzem gegönnt und bin sehr zufrieden damit. Für mich war aber z.B. ein Kaufkriterium gerade die Videofunktion. Das mag aber auch daran liegen, dass ich einfach Spass daran habe auch bei Videos mit der Schärfentiefe zu spielen (was bei Videokameras erst ab für mich indiskutablen Preisregionen möglich ist). Klar hätte ich nichts dagegen, wenn Sie auch noch einen Vollformat-Sensor hätte. Aber dann wäre es eben keine EOS 550D, sondern eine EOS 5D Mark II ;-) Und was das Rauschen in der 550D angeht, so bin ich trotz der 18 Megapixel auf dem APS-C Sensor sehr zufrieden. Ich habe (ausser Fotos im Netz) aber auch keinen Vergleich zu anderen Kameras, da dies meine erste DSLR ist. Mit dem 50mm f 1,4 brauche ich aber fast keinen Blitz mehr bei Innenaufnahmen (ausser bei schnellen Motiven). Für mich passt die Kamera momentan perfekt.

  16. Meine NEX ist grade angekommen, erste Tour ums Haus ist schon im Kasten. Ein paar Bilder gibt’s gleich im Forum. Die Automatik nimmt scheinbar lieber höhere Verschlusszeiten zugunsten von niedrigeren ISO-Werten, was bei Freihandfotografie im Halbdunkeln nicht wirklich sinnvoll ist, ansonsten fiel mir bisher nichts negatives auf. Der manuelle Fokus ist auch sehr präzise und der Handheld-Twilight-Modus funktioniert auch einigermaßen gut – muss ich mal in echtem “Zwielicht” versuchen, im Stockdunkeln kann das ja nix werden.

      • Fühlt sich sehr hochwertig an – vor allem die Objektive. Beim Body könnte ich schwören, dass die Hälfte aus Plastik besteht, und nicht wie Sony sagt aus Metall … Ist aber dermaßen gut verarbeitet, dass das nicht weiter auffällt.

        Achja, und im Videomodus funktionierte der manuelle Fokus nicht, obwohl er das eigentlich soll … Ich stell mal von DMF auf MF um und versuch’s nochmal.

          • Hab grad die ersten Beispielbilder hochgeladen. Alles Automatik und freihändig bei schlechtem Licht, deswegen mit Vorsicht genießen, sollte aber schonmal einen kleinen Einblick in die Bildqualität geben.

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