Bargeld ist böse

Schon mal Geld bei einer Bank eingezahlt? Womöglich über 2.000 Euro? Ja? Dann hast du vermutlich auch die misstrauischen Blicke registriert, die dir von Seiten der Bankangestellten zugeworfen wurden. Unauffällig. Aus dem Augenwinkel. Über eine spiegelnde Fläche. Im Vorbeigehen. Dann das Tuscheln. Zwei Bankangestellte stehen zusammen. Das Wort „Bargeld!“ fällt. Ein Kinn und ein Augenpaar weisen unmerklich in deine Richtung. Gegenüber zwei aufgerissene Augen. Du fragst dich schon, ob irgendwo ein Knopf gedrückt wurde, der bei einem namenlosen Team in schwarzer Bekleidung (und schwarzen Sonnenbrillen) eine fette rote Lampe zum Leuchten bringt. Mit Sirene.

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Oliver

4. Mai. Das erste releasetime-iBook ist online gegangen. Obwohl es meine 10. Veröffentlichung ist, war ich aufgeregt, wie selten zuvor. Der Tag war pures Chaos. Ich bin fortwährend über Dinge gestolpert, die schon immer da waren. Ich habe Geheimzahlen vergessen und Bank- mit anderen Karten verwechselt. Keine Frage: Ich musste ich mich dringend „erden“. Die Elbe schien mir der passende Ort.

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Radio-Traumatisiert

Heute hab ich’s mal wieder versucht. Radio hören. Zu Hause haben wir keins mehr. Aber im Auto. Ich hatte da was zu erledigen. Ein Behördengang. Rund 30 Minuten würde ich brauchen. Genug Zeit, um mal wieder einen umfassenden Eindruck vom Radio zu bekommen. Was wird geredet? Was wird gespielt? Ich war mir sicher, dass ich zumindest die Musik nicht kennen würde.

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Nr. 10 lebt

Am 4. Mai wird „mein“ 10. iBook im iBookstore von Apple verfügbar. Das „mein“ steht deshalb in Anführungszeichen, weil hier lediglich ein Beitrag von mir geschrieben wurde. Es ist diesmal kein Bildband, sondern ein Magazin. Für Musiker. Es geht um all das, was man so braucht, wenn man Computer basiert Musik aufnimmt und produziert.

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Zu früh erschienen, zu spät gekommen

22. April 2015, 5 Uhr etwas. Aufstehen. Eigentlich wollte ich länger schlafen. Ging nicht. Einmal den Kopf gewaschen. Dann Kaffee, Koffer und los. Auf dem Bahnsteig die Vertreter der privilegierten Klasse. Die mit Job. Schweigende Anzüge. Zum Glück nicht in Reih und Glied. Ernste Blicke. Scheitel. Einer davon schockierend exakt. Monk hätte seine Freude. In welchem Business benötigt man eine solche Frisur? Egal. Die Bahn. Flughafen Hamburg. Ging schnell. Schlechte Nachrichten: Der Flug hat eine Stunde Verspätung. 12 Uhr, statt 11 Uhr. Na gut. Wir gehen im benachbarten Terminal frühstücken. Zeit genug.

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Radio-Traumatisiert

Heute hab ich’s mal wieder versucht. Radio hören. Zu Hause haben wir keins mehr. Aber im Auto. Ich hatte da was zu erledigen. Ein Behördengang. Rund 30 Minuten würde ich brauchen. Genug Zeit, um mal wieder einen umfassenden Eindruck vom Radio zu bekommen. Was wird geredet? Was wird gespielt? Ich war mir sicher, dass ich zumindest die Musik nicht kennen würde.

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Virtuelle Realitäten

Umzugsbedingt habe ich seit dem 2. November kein Internet mehr und diese (bisher) fünf Tage sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Beinahe erschüttert registriere ich, dass „da draußen“ immer noch Leben existiert, das ohne DSL-Anschluss auskommt. Ja, außerhalb meines Computers wimmelt es geradezu von Menschen, die seltsam-realen Beschäftigungen nachgehen. Beschäftigungen, die keinen Mausklick erfordern und nicht von Festplatte gestartet werden müssen. Dialoge werden dort nicht über Mail, Skype oder WAVE geführt – die reden in echt miteinander!

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Willst du den gelben Senf, oder den dunklen?

In dieser Woche werde ich unglaubliche 49 Jahre alt und anlässlich dieses Ereignisses (oder war‘s das gute Wetter?) bin ich heute mal wieder losgegangen, um im Klövensteen (ein großer Wald bei mir um die Ecke) ein paar Bilder zu machen – Herbstbilder, um genau zu sein. Ich wollte vor allem dieses fantastische Leuchten der gelben Blätter einfangen. Bei einem bestimmten Lichteinfall kann das Gelb der Blätter so intensiv werden, dass es wirklich blendet …

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Du wirst gleich sterben …

Starr vor Entsetzen! Eben noch fuhren sie lachend über die holprige Landstraße Richtung Lausanne, als irgend etwas plötzlich die Zeit angehalten hatte. Unnatürliche Stille umgab sie. Der Schock über das unbegreifliche Phänomen war nicht mal ansatzweise abgeklungen, als sie ein schweres Motorrad unglaublich langsam auf die Frontscheibe ihres Autos zufliegen sah. Sie verstand nichts und sah fragend zu ihrem Mann herüber, der ihren Blick traurig erwiderte. „Verzeih‘ mir, du wirst gleich sterben und ich kann dich nicht retten“.

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Einen Big Mac bitte. Aber gerne, macht dann 625 Euro …

Hamburg (2 Jahre in der Zukunft) – Der Tag versprach langweilig zu werden. Da mir nichts besseres eingefallen war, hatte ich mich bei McDonald’s ans Fenster gesetzt und mir vom ganzen Geld aus meinem Rucksack einen Kaffee gegönnt. Nicht, dass mir dieser Kaffee besser als damals mein eigener schmecken würde, aber ich wollte gern ein bisschen unter die Leute und gucken, wie die Stimmung so war …

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Gut gesagt

Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass ich in Büchern oder Filmen über Sätze gestolpert bin, die mich angerührt haben. Was da gesagt wurde, wäre für die meisten Menschen wahrscheinlich ohne Belang, aber bei mir hat es eine Saite zum Klingen gebracht, die auf die eine oder andere Weise melancholisch war.

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Voll anachronistisch ey!

Das war vielleicht ein Gefühl! Eben sitze ich beim Zahnarzt im Wartezimmer (mein halbjährlicher Kontrolltermin) und da „guckt“ mich ganz schüchtern eine Zeitung an – ich meine so’n Teil aus Papier … Ich dachte: Hey, was guckt die so!? Und in einem Anfall von Nostalgie und Mitleid hab‘ ich mir das Dingens mal gegriffen …

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