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Native Instruments Guitar Rig 4

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E-Gitarre spielen bringt Spaß – vor allem mit einem schönen Gitarrenverstärker. Aber die Teile kosten zum Teil richtig Geld und bei falscher „Anwendung“ erzeugen sie nicht nur einen guten Ton, sondern auch jede Menge Zoff mit den Nachbarn. Um diese (und noch eine ganze Reihe anderer) Probleme zu umgehen, wurden Gitarrenverstärker virtualisiert – also in Bits und Bytes gegossen. Native Instruments schickt nun mit Guitar Rig 4 die neueste Generation dieser virtuellen Amps ins Rennen und ich hab die Software bereits im Einsatz.

Natürlich habe ich früher (schon unglaublich lange her) nur über echte Gitarrenverstärker gespielt. An eine Softwareemulation hat zu meinen Übungsbunker-Zeiten auch noch niemand gedacht. So was gab‘s einfach noch nicht. Anfang der 80er war ich stolzer Besitzer eines Acoustic G60T mit 12 Zoll Speaker. Das Teil machte einen echt genialen Sound. Seit dem stehe ich total auf 12 Zoll Speaker. Ein 10er bringt einfach nicht genug „Bauch“ in den Ton und mehr Zoll, oder gar zwei Speaker vermatschen mir den Ton zu sehr.

Solchen Fragen braucht man sich als Gitarrist allerdings nicht mehr zu stellen, wenn es um den Einkauf eines virtuellen Gitarrenamps geht. Alle diese Programme bieten stapelweise virtuelle Gitarrenverstärker, die sich meist beliebig mit ebenso virtuellen Lautsprechern kombinieren lassen. Meist lässt sich sogar die Position auswählen, von der ein (natürlich) virtuelles Mikrofon das Gitarrensignal abnimmt. Sogar für mich klingt das alles ziemlich seltsam, wenn ich meine eigenen Zeilen noch mal lese, aber was ich hier beschreibe, ist in der Musikproduktion ein alter Hut. Natürlich werden auch immer mal wieder echte Gitarrenverstärker eingesetzt, aber ich vermute zumindest, dass sich die Mehrzahl der Musiker mit den Pendants aus Software längst angefreundet haben.

Was Guitar Rig 4 betrifft möchte ich sagen, dass es mir besonders leicht gefallen ist, mit diesem Programm Freundschaft zu schließen, denn die vierte Version ist wirklich exzellent gelungen – so gut sogar, dass ich heute mit einem befreundeten Gitarristen Kontakt aufgenommen habe – einfach weil ich mich vergewissern wollte, ob dem das auch so geht. Und ja, Heiko ist ebenso begeistert wie ich.

Vergleicht man die älteren Versionen mit der aktuellen Software ist ganz klar ein Fortschritt herauszuhören. Aus Version 2 habe ich bereits den einen und den anderen guten Sound herausgekitzelt. Die dreier legte hier noch mal etwas nach. Der Sprung von der dreier zur vierer scheint noch mal deutlich größer zu sein. Zumindest sind die Presets so gut programmiert, das man auf Anhieb viele gute Sounds findet. Für alle Guitar Rig 4 Besitzer, die hier mitlesen: Nr. 102 ist derzeit mein Favorit in Sachen Sologitarren-Sound! Wie das klingt, hörst du im folgenden Beispiel.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Mein aktueller Lieblingssound mit einem Hauch von angezerrt …

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

In meinen Augen ist Guitar Rig 4 derartig gut gelungen, dass ich nicht wüsste, wozu ich mir noch eine andere vergleichbare Software installieren sollte.

Jörn Daberkow

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Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

Ein Kommentar

  1. Ja, GR4 ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu Vorgängerversionen. Ich habe jetzt öfter mal damit gearbeitet und war dann immer sehr zufrieden, welche Sounds mir mit GR 4 gelungen sind. Wenn ich dann aber meine Standardsounds in Amplitube 2 aufgerufen habe, war ich mit den GR4-Sounds auf einmal nicht mehr so zufrieden.
    Dein Solosound z. B. ist gut – aber der Hall und das Delay sind nicht gerade eine Offenbarung (kein ordentliches Stereobild; sie klingen irgendwie mechanisch und etwas künstlich).
    Hm, ich bleibe bei Amplitube 2 und seinen Geschwistern.

    Gruß, Ulf

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