Møn

Urlaub! Nach Dänemark sollte es gehen, es galt tonnenweise Hot Dogs und frische Smørrebrøds zu vertilgen! Nebenbei wollte ich eine Brücke und die Kreidefelsen von Mön fotografieren. Während man original “Heiße Hunde” längst in jeder Ikea-Filiale fangfrisch einkaufen kann, mussten wir unsere Smørrebrøds allesamt selbst fabrizieren. Ich hab sie dann bevorzugt mit Mondscheinkäse oder Erdnusscreme aufgepeppt. Gegessen wurde natürlich in der Hauptsache um fit für die zahllosen Motive zu sein, die unsere flachlandigen Nachbarn vorzuweisen haben – und da sind einige!

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Während der Abstieg zu den Kreidefelsen von Mön (über eine schöne Holztreppe) noch ganz OK ist, sollte man für den Aufstieg gut bei Kondition sein, denn es sind über 100 Meter steile Treppen zu überwinden, die nicht nur mich zum Keuchen gebracht haben. Zu tragen war dann noch über 10 Kg. Kameraequipment und ich gehe davon aus, dass sich das nur wenige Fotoenthusiasten antun wollen.

Meine Empfehlung für Fotografen: Bei den „Möner-Kreidefelsen“ wird man früh morgens die besten Ergebnisse erziehlen. Meine Bilder sind leider am späten Nachmittag entstanden, weshalb der Strand bereits im Schatten lag. Den oberen Teil habe ich Tags zuvor bei Mittagslicht fotografiert.

Zurückhalten sollte man sich bei Zäunen, denn von oben erkennt man nicht immer sofort, dass man auf einem Überhang steht. Ich war einmal etwas genervt, weil ich wegen des Zauns nicht dicht genug an die Kante konnte und bin dann drunter durch geklettert – um (noch mit einer Hand am Zaun) festzustellen, dass neben meinem linken Fuß ein wenige Zentimeter “dickes” Loch war, durch das ich das Wasser 100 Meter unter mir gut erkennen konnte …

Eine Anreise lohnt sich allemal, allerdings ist für den Strandspaziergang auch ein gewisser Wagemut nötig, denn die Kreidefelsen sind voller Risse (siehe Bild Nr. 6), anhand derer man schon ahnen kann, dass dann und wann gewaltige Abbrüche über dem Strand niedergehen. Was dann geschieht, konnte man vor kurzem in den Nachrichten über Rügen mitverfolgen. Ich muss gestehen, dass mich das ziemlich abgeschreckt hat …

Jörn Daberkow

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Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Jörn,
    die Farben hast du sehr schön hinbekommen – vor allem bei den ersten Bildern. Das Blau des Meeres ist dezent, das Weiß der Felsen kommt gut rüber … Klasse!
    Viele Grüße, Ulf

    • Hi Ulf,

      vielen Dank. Die Kreidefelsen von Mön sind wirklich sehenswert. Sollte ich dort noch mal hinkommen, werde ich die erste Schifffahrt buchen, die morgens vor den Kreidefelsen stattfindet. Von dort sollte man optimal fotografieren können – ohne Angst haben zu müssen, dass einem ein halber Bern auf den Kopf fällt.

      • Hey Jörn,

        ja, Bild drei hat was – obwohl ich so auf Holztreppen stehe (Wortwitz nicht gewollt).
        Wie von dir gewohnt: Sehr schöne Bilder! Photographierst du auch Menschen gegen Entgelt (ohne großartigen künstlerischen Anspruch)? Ich brauch noch Bilder und wollte schon immer mal nach Hamburg :-)

        – Dom

  2. Ich kenne ja Dänemark eigentlich in – und auswendig, aber auf Mön war ich noch nie.
    Das sind ja wirklich tolle Impressionen. Das wird als Reiseziel notiert… auch wenn eine Reise in weiter Ferne steht… erstmal ist der Umzug dran.

    • Møn lohnt sich auf jeden Fall. Ist echt schön da. Ich finde auch, dass das gar nicht sooo weit weg ist.

      Umzug noch nicht durch? Solche Beschäftigungen sind immer recht unspaßig …

      • Der eigentliche Umzug ist erst im September, wobei es im Moment nach Verzögerung aussieht, wäre ja auch ein Wunder, wenn bei einem Neubau alles klappt :-)
        Bei uns überwiegt die Vorfreude, weshalb wir alles noch sehr gelassen nehmen und noch Spaß am Einpacken und Ausmisten haben.

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