Kommentar: Fujifilm Finepix X100

Wow! Wer hätte das von Fujifilm gedacht? Da kommen die so mir nichts, dir nichts mit einem wirklich wunderschön gezeichnetem Gehäuse, APS-C-Sensor und einem fest verbauten Objektiv auf den Mark und keiner hat’s erwartet …

Die X100 ist optisch absolut auf „retro“ eingestellt, was zumindest meinem Design-Geschmack hundertprozentig entgegen kommt. Dazu ein schönes Sucherkonzept, das die Vorteile eines optischen und elektronischen Produkts miteinander verbindet. Sehr gut!

Laut Fujifilm wurden der APS-C-Sensor und das Objektiv (35 mm aufs Kleinbildformat umgerechnet) optimal aufeinander abgestimmt. Ich habe dazu noch kurz mit Andreas telefoniert, der die Brennweite anders gewählt hätte. 35 mm sind bereits ein bisschen weitwinklig und wir vermuten, dass die X100 häufig für Portraits / People-Fotografie eingesetzt werden wird. Da wären dann 50 mm womöglich sinniger gewesen.

Aber ganz klar: Die X100 ist eine extrem interessante Kamera und ich werde alles tun, um sie auf der photokina in die Hände zu bekommen.

Jörn

  

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Kamera ist genau das was ich suche. Eine Kompakte, neben meiner EOS450, mit vernünftigen optischen Sucher! Hat jemand Info über Preis?
    Danke für die informativen Berichte!

    • Hallo Bastian,

      auf den Preis bin ich auch gespannt. Theoretisch konkurriert die X100 ja mit den Sigma-Kompakten, die auch einen APS-C-Sensor und fest verbauten Objektiv verfügen

      • Wenn du die Sigma DP1/DP1s/DP2/DP2s meinst dann braucht Fuji die X100 gar nicht rausbringen – das sind ja alles Todgeburten, auch nicht zuletzt wegen der Fixbrennweiten.

        PS: Der FoveonX3 ist kein APS-C, wenn auch nur geringfügig kleiner ;-)

  2. Kameras mit fix verbauten und damit nicht wechselbaren Fixbrennweiten, sind mir, in sozusagen modernen Zeiten, ein echtes Rätsel. Wie schon an Andreas Reaktion gut zu erkennen ist, sind die Vorlieben bei Brennweiten ja so unterschiedlich wie die Anwender selbst. Die Kamera lehnt sich nicht nur im Design sehr stark an das Leica M-Konzept an, was spricht da gegen eine vergleichbares Objektiv-Sortiment. Oder würde das die “optimale Abstimmung von Objektiv und Sensor” gefährden?

    Auf jeden Fall sehr retro, auch was einen zeitgemäßen Anspruch an eine Kamera anbelangt.

  3. Rein optisch eine wunderschöne Kamera. Ich befürchte nur, dass man Wechselobjektive noch viel mehr vermissen wird, nachdem man den Preis kennt…

  4. Ich bin Apple Freak….
    Früher zu Analogzeiten hatte ich nur Kameras mit Festobjektiven und habe damit interessante und gut gelungene Fotos produziert, jetzt mit der Canon EOS450 inkl diversen Objektiven, ist die gelungene Ausbeute weitaus geringer. Der Stressfaktor mit Handling des gesamten Fotoequipment ist umso größer geworden. Deshalb mein Wunsch nach einer qualitativ guten Kompakten. Ein guter, heller Sucher (bin Brillenträger) ist mir wichtig. Der Trend die digitalen Kompakten, wie auch Videokameras, nur noch mit Displays auszustatten finde ich absolut
    falsch und für mich nicht brauchbar. Somit ist das Angebot der für mich in Frage kommender Geräte doch beschränkt.

    • Also mit der 0,5x Vergrößerung beim optischen Sucher von der X100 wirst du ganz sicher nicht glücklich werden. Und alles nur mit 35mm Weitwinkel aufnehmen ist auch nicht – dafür sind die 12,3MP dann doch zu wenig, um dann mit einer eventuelle Ausschnittauswahl die fehlenden Brennweiten zu kompensieren.

      Allerdings ist die X100 ja im Moment noch ein Konzept mit Vorbehalten von Seiten Fuji, bis zur Serienreife noch diverse Änderungen vorzunehmen.

  5. Sagte ich schon mal das ich retro für Digizeugs echt doof finde. (sorry jörn^^)
    Und dann noch an eine Festbrennweite gekettet und das vermutlich zu einem Preis der das ganze zum reinen Schicki-Proll-Gadget degradieren wird.
    Nö, das wird IMHO nix, zumindest sicher nicht für mich.
    @Bastian, wenn dich die Technik und mehrere Objektive überfordern, dann verwende halt nur eins und beschränke dich auf die Möglichkeiten die deine alten Analogen boten. ;-) Finden sich doch bestimmt auch in der EOS 450 wieder, oder?

    Wenigstens ist hier das Retro Design mal ordentlich umgesetzt, nicht so läppisch halb wie bei den Pens.
    So, bevor mich jörn schlägt bin ich jetzt lieber still. :-)
    Eins noch, kein Klappschirm und/oder schwenkbarer Sucher finde ich pers. auch sehr unpraktisch.

    • Moin Gerd,

      du hast doch Recht. Die X100 ist optisch deutlich “retroiger” als meine PEN. Da sind wir dann allerdings bei Geschmacksache. Ich mag retro total. Schon immer. Das war auch einer der Gründe, warum mir z. B. der Fiat 500 so gut gefallen hat. In Sachen Kamera steht ich auch total auf den Look von damals.

      Ich fände es schade, wenn Fujifilm beim fest verbauten Objektiv bliebe – aber vielleicht wollen sie ja noch Platz für eine X200 lassen, die dann Wechselobjektive bietet?

      • Wenn sie das Modellprinzip von Sigma übernehmen, dann hat eine X200 eine 43mm oder 28mm Fixbrennweite ;-)

        Du wirst sicher Gelegenheit haben vorort ein wenig mehr zu erfahren.

  6. Die Fuji konkurriert mit der Leica X1, aber ganz gewiss nicht mit den Sigmas. Der Foveon-Sensor hat zwar 14MP, teilt die aber durch 3 (Farb)Flächen, so dass real nur knapp 4,7 MP übrig bleiben. Totgeburten sind die DPs wegen ihrer unglaublichen Langsamkeit (Auslöseverzögerung, Abspeichern der RAW-Bilder, AF). Abgesehen davon haben die Sigmas auch keinen Sucher, weder optisch, noch elektronisch.

    Ein Jammer, dass Fuji der Kamera keinen Nikon-Mount spendiert hat, wie seinerzeit den DSLRs. Dann wäre sie perfekt und könnte den fröhlichen Reigen der Systemkameras ordentlich aufmischen. So ist sie aber immer noch bemerkenswert. Und wenn sie preislich deutlich unter der Leica X1 angesiedelt ist, ein heißer Kandidat für den nächsten Kamerakauf.

  7. Sei doch so gut und schau mal ob sie auch serienbildfunktion (unendlich) hat und einen makromodus. Dann wuerde ich mir die gleich mal anschauen! Gruesse stephan

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