Zwischen Plattformrivalität und Realismus – Die Apple- und die PC-Welt sind so nah beieinander – und doch so fern … Mit beiden Plattformen kann man mehr oder weniger die gleichen Aufgaben lösen und sogar die Anwendungen sind zum Teil nahezu identisch. Dennoch verteidigen gerade die Apple-User “ihre” Plattform als die nicht nur schönere, sondern vor allem als die bessere Seite ein und derselben Medaille.
Um zu sehen, wo denn nun wirklich die praktischen Vorteile eines Macs liegen, werde ich ab sofort immer mal wieder mit Apple-Usern sprechen, die es wissen müssen und heute ist das Stephan M. Bernsee, der als Entwickler unterwegs ist und für viele Algorithmen, gerade im Audiobereich verantwortlich zeichnet.
Stephan, du hast für Steinberg den DIRAC Time Stretching Algorithmus entwickelt. Wäre der am PC nicht so gut geworden?
Wenn ich ganz ehrlich sein will dann muss ich bei dieser Frage ein bisschen weiter ausholen, denn eigentlich wurde der Grundstein für die zugrunde liegende Technologie schon Anfang der 90er unter Irix auf einer Silicon Graphics Indy gelegt und dann nach OS X und Windows portiert und dort verbessert.
Man muss sich mal vor Augen halten, dass Silicon Graphics damals, also so um 1992/93, bereits vieles von dem, was OS X heute erst kann und das Apple als absolutes Novum anpreist schon in ihrem Irix Betriebssystem umgesetzt hatten. Irix war ein echtes 64bit Betriebssystem, die Grafiktechnologie OpenGL war damals bereits voll integriert, ebenso eine sehr komfortable Umgebung für die Entwicklung von Audio und Video-Applikationen – und das alles echtzeitfähig!
Silicon Graphics verwendete damals schon schnelle selbst entwickelte RISC Prozessoren – davon konnten alle anderen Computerhersteller zu dieser Zeit nur träumen, denn in den PCs werkelte je nach Budget ein 286er oder 386er, in den Macs ein Chip der Motorola 68000 Serie. Irix war vielleicht bei der Installation von Software nicht ganz so komfortabel wie heute das OS X, aber vieles fühlte sich doch ähnlich an und sah auch ähnlich aus – sogar die Computer-Hardware kam in einem innovativen Design daher. In den größeren Maschinen gab es Motorola 56k DSP Chips – dieselben, die auch heute noch in der ProTools TDM Hardware ihren Dienst verrichten. Die unter OS X weithin bekannt gewordene Software Maya ist ursprünglich ebenfalls auf der Silicon Graphics Plattform zuhause gewesen – eine ganze Reihe heutiger Technologien und Produkte entsprangen also dieser Ära. Das alles war wirklich spannend und es machte Spaß, unter diesem Betriebssystem Software zu entwickeln. Nur leider hat Silicon Graphics dann den Zug verpaßt und die Audio und Video-Bearbeitung zugunsten der Server-Entwicklung aufgegeben. Schade, sonst wären wir heute vielleicht bei der Betriebssystem-Software schon 10 Jahre weiter – möglicherweise dann aber ohne Apple.
Um Deine Frage also zu beantworten: die Entwicklung von Signalverarbeitungs-Algorithmen war damals weder auf dem Mac noch auf dem Windows PC eine Freude, denn an Echtzeit war dort in diesem Zusammenhang kaum zu denken. Heute spielt es eigentlich keine Rolle mehr, auf welcher Plattform man diese Art Software entwickelt, denn bei reinen Rechenalgorithmen machen die Hardware und das Betriebssystem höchstens nach Abschluss der Entwicklung dann bei der Geschwindigkeitsoptimierung noch einen Unterschied.
Es ist übrigens auch nicht so, dass unsere Time Stretching-Algorithmen eine Entwicklung speziell für Steinberg gewesen wären – die erste Anfrage nach der Technologie kam von Autodesk/Discreet, die ihre komplette Produktlinie für die professionelle Videoproduktion damit ausgerüstet haben. Heute haben wir über 20 Lizenznehmer in allen nur denkbaren Marktsegmenten – von der Forensik über Videoschnitt bis zur Spielkonsole. Wenn man Prosoniq noch hinzunimmt dann kommen wir leicht auf die dreifache Anzahl.
Warum setzt du einen Mac ein?
Mir persönlich gefällt die Arbeitsweise auf dem Mac, die gute Interaktion der Anwendungen untereinander und die intuitive Benutzerführung. Da ich berufsbedingt immer Software im Audio- und Video-Bereich entwickelt habe kam ich auf ganz natürliche Weise zum Mac: Anfang der 90er hat noch niemand daran gedacht, einen Windows PC für Audio, Video und Bildbearbeitung einzusetzen – da waren die Windows Hauptanwender Kunden, die Word, Excel und Buchhaltungssoftware eingesetzt haben. Für meine Arbeit war der Windows PC damals also gänzlich unattraktiv.
Apple blickt auf eine zum Teil dramatische Geschichte zurück. Zu Zeiten eines Michael Spindler oder Gil Amelio hatte es heftig gekriselt. Wo siehst du den Mac heute und in der Zeit nach Steve Jobs?
Über die Zeit nach Steve Jobs kann man wohl schwerlich eine Aussage treffen, ich denke, das wird man abwarten müssen. Wir leben jetzt ja auch in einer Zeit nach Bill Gates und wissen noch nicht so recht, was das heißt ;-). Ich hoffe aber schon allein des Unterhaltungswertes wegen, dass er und sein Personenkult uns noch eine Weile erhalten bleiben, denn es gibt leider viel zu wenig Charaktere im Computer-Business. Bei Apple gibt es aber ohne Frage auch noch andere fähige Leute. Ich denke nicht, dass mit Steve Jobs als Person alles steht und fällt. Deren Entwickler leisten ausgezeichnete Arbeit – es ist eine echte Freude, Mac-Software zu entwickeln und zu benutzen und ich bin obendrein ein begeisterter Nutzer einer ganzen Reihe anderer Apple-Produkte. Ich sehe im Mac heute eine wirklich gelungene Kombination aus Spaßfaktor, Design-Mobiliar und Produktionsinstrument.
Was gefällt dir am Mac – und was nicht?
Wenn Du mir gestattest, die Frage ein wenig auszuweiten würde ich sie vielleicht etwas anders stellen – “wie unterscheiden sich die Produktphilosophien von Apple und Microsoft und was gefällt mir daran als Entwickler”, zum Beispiel. Das beinhaltet ja indirekt auch Deine Frage.
Apple geht es in erster Linie um ein Komplettpaket aus einer Hand. Hardware, Betriebssystem und Anwendungssoftware wie z. B. das vorinstallierte iLife Paket kommen hier von ein und derselben Firma. Das führt natürlich einerseits dazu, dass alle Komponenten relativ reibungslos zusammenarbeiten und man für den etwas höheren Preis im Laden nicht nur ein schickeres Design bekommt, sondern auch einen Mehrwert an Software. Für den Anwender ist das natürlich zunächst einmal gut, für Firmen, die Software für den Mac speziell im Audio und Videobereich entwickeln – und das sind traditionell nicht wenige – dagegen nicht, denn egal wie groß deren Werbe-Budget ist: an Apple und deren Kunden kommen sie nicht in demselben Maße heran wie Apple selbst. Im Zweifelsfall kauft der musikschaffende Apple-Kunde also Logic und nicht Live oder Cubase, denn wenn er seinen Mac auspackt, hat er den Logic-Prospekt ja schon in der Hand. Für viele Entwickler stellt sich also auf dem Mac nach Jahrzehnten immernoch die Frage: rentiert sich das? Diese Frage höre ich derzeit wieder sehr oft und in letzter Konsequenz ist das dann auch schlecht für den Anwender, denn die Auswahl an Software nimmt dadurch ab. Die mitgelieferte Apple-Software ist ganz ohne Frage gut, trotzdem glaube ich, dass eine Firma die sich auf eine bestimmte Applikation spezialisiert hat manche Dinge einfach besser hinbekommt. Wenn diese Option wegfällt weil kein Markt mehr da ist, dann schadet das langfristig auch dem Kunden, denn das Angebot dünnt sich aus. Man wird noch sehen, inwieweit der neue Apple Software Store, der anderen Anbietern direkten Zugang zu Apple-Kunden erlaubt diesem Trend entgegenwirken kann. Ganz allgemein ist das aber etwas, dass mir als Entwickler schon ein bischen Sorgen bereitet und mir beim Entwickeln auf dem Mac tendenziell nicht gefällt.
Bei Microsoft als Platzhirsch funktioniert das völlig anders – die können nämlich davon ausgehen, dass es ohnehin genügend Software im Markt gibt (legal und illegal) um ihren potenziellen Kunden genügend Anreize zu bieten, einen Windows PC zu verwenden. Und sie haben die PC Hardware-Hersteller, die ihre Betriebssystem-Software für sie mitverkaufen, müssen sich also im Grunde gar nicht selbst um ihre Kunden kümmern. Bildlich gesprochen: sie schaffen das Haifischbecken und überlassen es dann sich selbst, während Apple sich mit ins Getümmel stürzt und die dicksten Fische selber fängt. Natürlich ist es für einen Software-Entwickler auch nicht besser, wenn man aufgrund der guten Verfügbarkeit von illegalen Kopien dann keinen Umsatz macht – zumindest kann man sich aber sicher sein, dass man im größeren Becken nicht auch noch gegen den Branchen-Primus als Mitbewerber antreten muss.
Wie beurteilst du das Preis- und Leistungsverhältnis der Apple-Rechner?
Ich denke, das hat sich in den letzten Jahren eindeutig verbessert. Man vergisst als Kunde immer gerne, dass Software ja auch was kostet und man für den etwas höheren Preis nicht nur ein schickeres Design sondern auch ein sehr sicheres und stabiles Unix-basiertes Betriebssystem bekommt, das zudem in der Lage ist, auch Windows auszuführen. Mit den mitgelieferten Anwendungen bekommt man außerdem ein solides Fundament an Grundfunktionen, die man unter Windows dazu kaufen muss. Das ist schon ein ziemlicher Mehrwert finde ich, der den etwas höheren Preis meiner Meinung nach auch rechtfertigt.
Wo ist der PC eindeutig besser?
Wenn ich die Frage nach dem “PC” jetzt mal vornehmlich auf die reine Standard-PC-Hardware beziehen darf denke ich, dass bei allen Hardware-nahen Ingenieurs-Arbeiten der PC nach wie vor unerlässlich ist. Zwar gibt es eine Reihe von CAD-Anwendungen, Schaltungssimulatoren und Chip-Programmier-Software auch für den Mac, aber im Bereich Messtechnik, bei der Industriesoftware, dem Schaltungs-Layout oder beim Chipdesign gibt es ganz eindeutig mehr Software für den PC – sowohl unter Windows als auch z. B. unter Linux. Die günstige und flexible Erweiterbarkeit der PC Hardware macht es dann auch sehr leicht, eigene Entwicklungen wie z. B. spezielle Platinen durchzuführen und zu testen. Man kann als unabhängiger Entwickler aus einer PC-Hardware aus dem Fachhandel mit wenig Aufwand unter Windows oder Linux ein Telefon, einen Nachrichtensatelliten oder einen Synthesizer bauen. Das geht mit der Hard- und Software von Apple so nicht, denn OS X läuft eben offiziell nur auf Hardware von Apple im von Apple vorgeschriebenen Anwendungskontext und die lassen einen da mit wenigen Ausnahmen als Außenstehenden auch nicht ran. Das hat ja gerade in letzter Zeit die Firma Psystar zu spüren bekommen.
Man darf darüber hinaus auch nicht vergessen, dass es große Softwarepakete wie MATLAB lange Zeit auf dem Mac nicht gab und teilweise immer noch nicht gibt, weswegen nach wie vor viele Ingenieure auch in dieser Hinsicht noch auf den PC angewiesen sind. Bei der Buchhaltung und z. B. Software zur Verwaltung von medizinischen Daten ist es teilweise noch ähnlich. Es gibt in Deutschland zudem traditionell viel mehr Software-Firmen, die Entwicklungen unter Windows anbieten, denn der Mac war lange Zeit vornehmlich in den USA populär.
Wo ist der Mac eindeutig besser?
Ich denke, dass Unix als Systemgrundlage schon ganz grundsätzlich ein sehr guter Ansatz ist. OS X ist ja gerade deshalb eine sehr sichere und stabile Plattform. Ich finde auch, dass man das Entwickeln von Software mit der Objective-C Programmiersprache und dem Cocoa Framework für grafische Benutzeroberflächen eigentlich nicht noch einfacher machen kann, und dass einem als Entwickler unter OS X schon sehr viel Arbeit abgenommen wird, die man unter Windows einfach selber leisten muss. Nicht, dass ich keine Wunschliste für die Zukunft hätte, aber das macht schon Spaß. Dann gibt es natürlich eine ganze Menge kleiner Dinge, die einem so spontan einfallen – Tastaturkommandos und generell Richtlinien zur Bedienung von Programmen sind standardisiert und programmübergreifend umgesetzt, die Verwaltung der Systemeinstellungen finde ich auf dem Mac logischer und übersichtlicher gelöst, ich kann problemlos über das Ladekabel meines PowerBooks stolpern ohne mir dann gleich einen neuen Computer kaufen zu müssen … hübscher sind sie auch, und Windows läuft obendrein auch noch drauf. ;-)
Gibt‘s wirklich Dinge, die mit dem Mac gehen, aber nicht mit dem PC?
Nein, ich glaube grundsätzlich nicht, dass es Dinge gibt, die man mit dem Mac tun kann und mit dem PC nicht, denn letzten Endes steckt in beiden ungefähr dasselbe drin und der Funktionsumfang ist damit mehr eine Frage der Software. Die ist auf beiden Plattformen mittlerweile recht gut. Genauer betrachtet ist es aufgrund der restriktiveren Apple-Hard- und Software sogar eher umgekehrt – es ist beispielsweise kein Problem, sich selbst eine Zusatz-Hardware zu bauen und diese in einen handelsüblichen PC zu stecken und dort zu benutzen, oder einen PC aus frei verfügbaren Teilen zusammenzuschrauben, Windows oder Linux draufzuspielen und das dann als ein Gerät für einen speziellen Anwendungsbereich zu verkaufen, wie es z. B. in der Medizintechnik täglich gemacht wird. Ein Mac dagegen besteht definitionsgemäß immer auch aus der OS X Software und macht deshalb zuerst einmal das was Apple will. Das kann man so wollen und mögen, oder auch nicht.
Ist es für den Kunden wirklich ein Vorteil, dass bei Apple Hardware und Betriebssystem aus einer Hand kommen, oder funktioniert Windows auf der vielfältigen PC-Hardware genauso gut?
Apple hat in dieser Hinsicht auf der Mac-Plattform alle Fäden direkt in der Hand. Wenn etwas von Apple nicht vorgesehen ist, dann hat man als Entwickler kaum eine Möglichkeit sich darüber hinwegzusetzen, da sowohl Hardware als auch Software einen da nicht ran lassen – sie kommen ja aus demselben Haus und unterliegen derselben “Politik”. Microsoft hingegen hat wenig bis gar keine Kontrolle über die Hardware, auf der Windows eingesetzt wird, da kann man also als Entwickler relativ frei schalten und walten. Und auch Fehler machen oder Konflikte schaffen. Das kann bisweilen zu skurrilen Problemsituationen führen die durchaus den Eindruck erwecken können, Windows sei generell anfälliger für Probleme als OS X. Ich denke in der Realität gibt es auf beiden Plattformen ab und an mal Probleme – mehr Windows-Nutzer machen halt auch mehr Wind, und die Windows-Software als Primär-Ziel von Viren und Hacks hat da sicher auch einen schwereren Stand. Die Mac Community genießt ja als noch immer vergleichsweise kleine Gemeinschaft einen gewissen elitären Schutz – wenn OS X eines Tages in gleicher Weise verbreitet und attackiert wird wie heute Windows dann wird sich zeigen, wer hier letztendlich die Nase vorn hat. Mein Tip wäre schon OS X, aber wer weiß ;-)
Was wäre für dich ein Grund, auf einen Windows-PC umzusteigen?
Privat gibt es für mich keinen Grund, das zu tun – ich bin als Anwender mit meinem Mac sehr zufrieden. Als Entwickler muss ich sagen: wenn Microsoft es schaffen würde, die “Altlasten” zu entsorgen und mit einem sicheren und stabilen Betriebssystem mit einheitlicher API (Schnittstelle zu den Betriebssystemfunktionen für Software-Entwickler) aufzuwarten, dann würde Windows neben dem reinen Marktanteil auch noch einiges an Attraktivität bei den Entwicklern und Anwendern gewinnen. Man darf ja nicht vergessen, dass Apple in den letzten zwei Jahrzehnten gleich zweimal die CPU ausgetauscht und dabei noch hintendran das komplette Betriebssystem umgebaut hat – und das sehr erfolgreich. Im Zuge dessen wurde kräftig aufgeräumt und vieles weggeworfen – daran hat man sich bei Microsoft noch nicht gewagt. Natürlich gab es dort auch Verbesserungen die aber in der Regel als Erweiterungen angelegt waren, man kann Windows als die größere Plattform nunmal nicht einfach komplett umbauen und darauf zählen, dass alle mitmachen – zu viele alte Systeme und Software würden dann nicht mehr funktionieren. Aber Du hattest ja nach meiner Meinung gefragt und für mich persönlich ist nicht maßgeblich, ob beim Bürgermeister irgendein Programm für die Verwaltung nicht mehr läuft. Trotzdem glaube ich, dass ein wirklich von Grund auf neues, schlankes, sicheres Windows bestimmt noch eine zeitlang ein Wunschtraum bleiben wird. Ich denke, bis dahin werde ich weiter auf dem Mac arbeiten.
Danke für das Gespräch
Jörn
Über Stephan M. Bernsee
Stephan Bernsee, Jahrgang 1971, gründete 1990 die Karlsruher Softwareschmiede Prosoniq. Er entwickelte bereits in den 80er Jahren Algorithmen zum automatischen Erkennen und Bearbeiten von Audio-Material für den Atari ST, welche dann in Folge als Echtzeit-Anwendung auf die SGI Plattform, und 1993 um viele Funktionen erweitert als erste Audio-Software mit nativen Plug-Ins unter dem Namen “sonicWORX” für das MacOS vorgestellt wurden. 1996 war er an der Entwicklung der von Steinberg vertriebenen Software “TimeFactory” maßgeblich beteiligt, der weltersten Software zum unabhängigen Verändern der Geschwindigkeit und Tonhöhe mehrstimmiger Musikaufnahmen, die heute als Standard-Anwendung im Tonstudio gilt. Zur selben Zeit zeichnete er ebenfalls für die Formanten-Korrektur in Emagic Logic 2.6 verantwortlich, die erstmals eine Veränderung der Tonhöhe ohne Mickey-Mouse Effekt ermöglichte. Neben der Entwicklung der immens populären Plug-Ins NorthPole, OrangeVocoder und Prosoniq morph kamen seine auf künstlichen neuronalen Netzen basierenden Signalverarbeitungs-Algorithmen auch im 2001 vorgestellten und mit Innovationspreisen ausgezeichneten Synthesizer der Firma Hartmann in Lizenz zur Anwendung. Seit 2005 leitet er unter dem Namen “DSP Dimension” ein marktübergreifendes Unternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt digitale Signalverarbeitung, das unter anderem sämtliche MacOS X Produkte der Firma Prosoniq entwickelt und betreut. Seine Bearbeitungsalgorithmen werden in forensischen und meßtechnischen Applikationen zur Bild- und Tonbearbeitung wie dem Trennen von Nutz- und Störsignalen verwendet, seine Webseite www.dspdimension.com bildet den Ausgangspunkt vieler kommerzieller und universitärer Projekte und zählt heute zur Pflichtlektüre im Fachbereich Digitale Signalverarbeitung. Zu seinen Kunden, Vertrieben und den Lizenznehmern der von ihm entwickelten Produkte und Patente gehören sowohl führende Filmstudios überall auf der Welt als auch Hersteller wie Autodesk/Discreet, Steinberg, GenAudio, Stumpfl, Prosoniq, Digidesign, Merging, Quantel und viele mehr.


12. August 2008 um 13:58 Uhr
Moin,
kann ich nur bestätigen.
Nach 386 etc., Quantel und die Paintbox!!, SUN Sparc!!!! seit 1988 (Mann o Mann, letztes Jahrtausend) Mac in allen Bereichen.
Sehe im Moment keinen Horizont des Wechsel.
Gruss hein
13. August 2008 um 19:02 Uhr
Nach zwanzig Jahren Verkauf und Support von Win und Mac Anwendungen, (anfangs auch Amiga und Atari) kann ich nur immer wieder den mMn wichtigsten Grund im einfacheren Ausgrenzen bei Problemen beim Mac hinweisen. Ich sage dem Support bei einem Problem: ich arbeite mit einem G5 Dual 2 mit OSX 10.4.11 und alles ist klar, keine Frage nach dem Chipsatz, der Grafikkarte, den zusätzlich verbauten Komponenten wie Controllern als PCI oder onboard, eigentlich erwarte ich als Antwort vom Support nur noch: geht auf deiner Mühle oder geht nicht: Beim Pc beginnt in diesem Stadium der Stress erst. Dass ich die Apple Rechner insgesamt besser gemacht und auch viel schöner finde gehört zu persönlichen Vorlieben, das kann jeder sehn wie er will. Ich würde jedenfalls privat niemals freiwillig mit einem PC arbeiten und ich gehöre zu den (wenigen) die tatsächlich seit Jahren mit beiden Systemen arbeiten und glaube mir da eine Meinung bilden zu können.
13. August 2008 um 20:57 Uhr
@gaffer: das stimmt im Großen und Ganzen mit meiner Sicht der DInge überein (benutze auch seit 10+ Jahren beide Systeme)… Allerdings darfst Du dabei nicht vergessen, daß es auch in den Macs unterschiedliche Grafikkarten gibt (versuch mal auf genau Deinem System ein 30″ Cinema-Display zum Laufen zu bringen – spätestens dann wird Dich der Support nämlich sehr wohl nach der Graffikkarte fragen :-) ). Man hat mit Macs aber schon deutlich weniger Stress und ich nehme an, das ist eben das was Herr Bernsee mit dass “..alle Komponenten relativ reibungslos zusammenarbeiten” gemeint hat…
–th
14. August 2008 um 10:24 Uhr
Klar, weiss ich, ist in diesem, fall aber auch berechtigt. Aber wenn Du mal gesehen hast, wie ein verzweifelter Sequenzeruser, dessen Programm nicht ging gefragt wurde welche Grafikkarte er denn benutze nach der Antwort hörte: au weia mit dieser Firma haben wir schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht…. und somit einfach supportlos im leeren Raum hängen blieb. Hat er die getauscht und blieb kampfbereit, kam der nächste Rückschlag nach der Chipsatzfrage usw. Es sind einfach zu viele Unwägbarkeiten in der Vielzahl von möglichen Kombinationen bei der Hardware drin.