Gustl Mollath

Stimmt, in Sachen Justiz mache ich mir keine Illusionen mehr: Im vergangenen Jahr musste ich miterleben, wie ein Familienvater mehr als 7 lange Monate unschuldig in „Untersuchungshaft“ saß und dann ohne jede Entschädigung nach Hause geschickt wurde. Was aber derzeit um Gustl Mollath zu lesen ist, setzt dem ganzen dann doch noch einen drauf …

Der Fall Gustl Mollath wartet derzeit auf eine komplette Neubewertung vor Gericht. Nach meinem Gefühl ist das vor allem der intensiven Berichterstattung der Medien geschuldet. Dass da von allein etwas passiert wäre, glaube zumindest ich nicht. Für alle, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben, gibt es weiter unten eine kleine Sammlung von URLs, die auf weiterführende Berichte verweisen.

Jörn Daberkow

Ergänzende Links (chronologisch vom ältesten, zum neuesten Beitrag)

Zum angedeuteten Ereignis um den Familienvater …

  

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Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Weiter so, je mehr Menschen über solche “Sachen“ berichten, um so mehr Menschen fangen an zu Denken. Ist wenigstens meine Hoffnung.

    Gruß,

    Michael

  2. Beim Fall Mollath handelt es sich nicht um Merkwürdigkeiten, sondern um Verhaltensweisen wie sie z. B. im Wolfsrudel anzutreffen sind. Als Leitwolf, dem sich die anderen des jeweiligen Rudels des Staatsapparates folgen, fungiert der erste bzw. der dominanteste Amtsträger, Richter usw.

    Beim Aufbau unserer Gesellschaftsordnung wurden offenbar das Hörigkeits- und Unterjochungsverhalten, vgl. z. B. http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/experiment/experiment_beispiel.html sowie die Gruppenaggressivität (vgl. z.B. http://users.auth.gr/gtsiakal/AcrobatArxeia/Tsiakalos_Xenophobie.pdf , z.B. auch als Justizkumpanei bekannt) übersehen.

    Das Ergebnis ist, dass Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Amtsträger bekanntlich „formlos, fristlos, fruchtlos“ sind. Gleiches kann man in der Regel bei anderen Rechtsmitteln beobachten. Dokumentationen über die Richterwillkür bzw. Justizkumpanei gibt es in Massen, z. B. unter http://www.gustl-for-help.de/ , http://unschuldige.homepage.t-online.de/http://www.odenwald-geschichten.de/?p=682http://volksbetrugpunktnet.files.wordpress.com/2012/12/justiz.pdfhttp://www.politaia.org/politik/fall-mollath-offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk/http://www.odenwald-geschichten.de/?p=1740http://www.hoerbuchkids.de/hu/mr/homepage/justiz/info.php?id=134http://www.zis-online.com/dat/artikel/2009_4_304.pdf

    Die alte Philosophie des John Locke ( http://de.wikipedia.org/wiki/John_Lockehttp://www.gewaltenteilung.de/haeuser2.htm ) wurde mit der Legitimationskette teilweise berücksichtigt.

    Unsere Regierungen übersehen dabei, dass sie nach Locke die Naturrechte Leben, Freiheit und Eigentum zu beschützen haben und ein Widerstandsrecht der Untertanen besteht, wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind. Der Vorwurf der Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt sollte von unabhängigen Gremien untersucht und beurteilt werden. Einem Untersuchungsgremium zur Untersuchung von Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt sollten keine Richter, Staatsanwälte und Justizangestellte aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld der Beklagten oder aus Ständeorganisationen angehören.

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