Google Native Client

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Und wieder einen Schritt weiter hin zu Webanwendungen und weg vom Betriebssystem … Google arbeitet daran, Webbrowsern (Safari, Firefox, Opera und natürlich Chrome) mittels eines Plug-ins Anwendungen, die über das Internet genutzt werden, die Prozessorpower des Computers zur Verfügung zu stellen, den man gerade nutzt.

Was mir völlig schleierhaft ist: Google spricht ja davon, dass es um Anwendungen geht, die auf einem Webserer vorliegen und über einen Browser genutzt werden. Der Webserver führt diese Anwendung also aus … In wie fern könnte es von Vorteil sein, den Prozessor des Users mit einzubeziehen, wenn die Anwendung doch auf dem Server ausgeführt wird?! Und wohin wird diese Entwicklung mittelfristig führen?

Bereitet Google nun wirklich ein eigenes Betriebssystem vor, das zwar Computer nutzt, die eine hohe Rechenleistung zur Verfügung stellen, aber ansonsten nur einen Browser ausführen können müssen?

Ist doch eine spannende Idee: Man startet einen Computer mit einem minimalen Betriebssystem. Der ist in 2,5 Sekunden gebootet, hat danach den voreingestellten Browser geöffnet und sich sofort mit dem Web verbunden. Das hat einiges für sich, aber es gibt auch ein paar Dinge, die mir Kopfzerbrechen bereiten … Ich möchte meine Dokumente nicht auf einem mir unbekannten Server liegen haben. Alles, was ich an Content produziere, soll ausschließlich in meinem Zugriff liegen.

Was ich übrigens interessant finde ist, dass Google den Internet Explorer (zumindest zu Beginn) nicht unterstützen will. Ich bin gespannt, wann Microsoft sich gezwungen sieht, Google zu verklagen, weil sie sich irgendwie benachteiligt sehen …

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Jörn

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

5 Kommentare

  1. Hey Jörn!
    Ich denke das läuft auf Grid-Computing hinaus. Also die Applikation die auf dem Server läuft lagert Teile der Berechnung (wenns denn eine sein sollte, ist nur ein Bsp.) auf deinen Prozessor aus.
    So brauchst du zum Beispiel die Anwendung nicht lokal zu installieren, sondern nutzt eine Webanwendung (Office als Webseite zum Beispiel) ohne das dafür serverseitig haufenweise Rechenleistung für viele User vorgehalten werden muss. Das CERN oder die NASA nutzen solche Tools schon länger, mit denen jeder seine nicht benötigte Rechenleistung denen für ihre, meistens doch ausufernden, Simulationen und Berechnunen zur Verfügung stellt.

    MfG Micha

  2. Jörn, Micha, ich denke, eure Interpretation ist nicht ganz richtig.

    Bei dem Projekt geht es um das Ausführen von “native code”, d.h. von Code, der direkt für X86-Prozessoren geschrieben wurde, der dann aber trotzdem OS- und browserunabhängig sein soll.

    Das Neue daran ist nicht, dass Webapplikationen deine Prozessorpower nutzen können. Das tun sie jetzt schon. Bisher sind Webapplikationen aber in JavaScript oder Flash implementiert. Über dieses Framework sollen jetzt auch maschinennähere Applikationen möglich werden, die man z.B. mit C oder C++ entwickeln kann, die aber trotzdem aus dem Browser heraus laufen.

    3D-Anwendungen wären ein Beispiel, Audio-Plugins ein anderes. Das geht bisher gar nicht bzw. nur recht langsam.

  3. Potenzial ohne Ende …

    Danke Christian!

  4. ich verweise nur auf meinen Kommentar zu deinem anderen Beitrag:

    http://apfelwahn.de/joern/2008/12/05/neue-os-x-versionen/

    Sind wir anscheindend gar nicht mehr weit davon entfernt?

  5. Hallo Karl,

    stimmt, der Kommentar passt hier auch wieder!

    Na langweilig wird’s also nicht. Da warten noch jede Menge spannende News aufs uns! :-)

    Jörn

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