meinung

Film: Der mit dem Wolf tanzt

| Keine Kommentare

In “Der mit dem Wolf tanzt” spielt Kevin Costner Lieutnant John Dunbar, der sich im Krieg “ans Ende der Welt” versetzen lässt – mitten in die Prärie. Für diesen Entschluss war sicher sein vergeblicher Selbstmordversuch mitentscheidend – dieser Selbstmordversuch führte dann dazu, dass seine Kameraden eine Schlacht gewinnen konnten, die für beide Seiten aussichtlos schien. Bis hier hin zeichnet diesen Film nichts anderes aus, als die Tatsache, dass Kevin Costner dabei ist – aber es geht ja noch weiter …

Für mich beginnt dieser Film erst mit der Ankunft John Dubars in der Prärie. Hier richtet er einen verfallenen Armeposten wieder her und als Zuschauer kann man genau all den schlichten Dingen zusehen, die dort getan werden müssen. Hier gibt es keine billige “Action” a la “Alarm für Cobra 11″ – hier gibt es etwas anderes: Intensität mit einfachsten Mitteln. Spätestens hier fragt man sich wieder, warum die Amerikaner das so viel besser können …

Viel später bemerkt John, dass er nicht der einzige Mensch in diesem Landstrich ist. Indianer, Sioux, haben seine Anwesenheit bemerkt und sie wissen nicht recht, wie sie den einsamen Soldaten einschätzen sollen. Was folgt, ist eine lange Phase des gegenseitigen Kennenlernens, die in tiefer Freundschaft und gegenseitigem Respekt endet.

Witziges Stilmittel im Film: Die Gespräche zwischen Frauen und Männern. An einer Stelle beschwert sich einer der Männer, warum eine der Frauen nach seinem Gespräch mit ihr weint. Seine Frau guckt ihn nur an und sagt, dass sie es ist, die weint – und nicht er und das er deshalb wohl etwas falsch gemacht hätte. Sehr gut inszeniert!

Der mit dem Wolf tantz ist wunderbar arrangiert und kommt ohne jeden Knalleffekt aus. Der Zuschauer wird durch eine ruhige, wunderschöne Handlung geführt, die einen im Wortsinn mitnimmt.

Wer diesen schon älteren Film noch nicht kennt, sollte sich diese DVD unbedingt gönnen.

Ach ja, “Der mit dem Wolf tanzt” wurde mit 7 Oskars ausgezeichnet. Ich besitze übrigens die Langversion (240 Minuten Spielzeit).

Jörn Daberkow

Ergänzende Links

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*