In den vergangenen Tagen hat sich der deutsche Gurkenesser als ängstlicher Salatverweigerer geoutet und bewiesen, dass er lieber mit höherer Sicherheit an bekannten Gefahrenquellen verstirbt, als sich vielleicht ein bisher unbekanntes Leid aufzuhalsen. So steckt er sich wahlweise eine Zigarette an, oder kippt halt einen Hochprozentigen auf die vorgeschädigte Leber.
Inzwischen melden die Medien, dass die Gurkenseuche wahrscheinlich eine Sprossenepedemie ist.
Wie kommt es eigentlich, dass millionenschwere Mengen von Lebensmitteln geschreddert werden, während eine begründete Warnung auf jeder Zigarettenschachtel kaum einen vom Kauf abhält? Wahrscheinlich würde es nicht mal helfen, wenn jede Gurke ein Gütesiegel für Gesundheit tragen würde. Und wo zum Teufel kommt nur dieser Vertrauensverlust her? Raucher gehen lieber ein kalkuliertes, bekanntes Risiko ein, als lottomäßig dahingerafft zu werden. Irgendwie interessant …
Die Zahl der Salatbauern dürfte mit der “Gurkenseuche” substanziell ausgedünnt worden sein. Die Schweine- und Geflügelzüchter hat es in den letzten Jahren erwischt. Immer noch im Gedächtnis die Sache mit den Nemathoden, die die Fischwirtschaft vor vielen Jahren traf. Was wird als nächstes ausgEHECkt? Stecken die bösen Darmbakterien am Ende gar in uns selbst und sind wegen der allgegenwärtigen Handy-Strahlung mutiert? Werden wir jetzt alle geschreddert? OMG!
Jörn


6. Juni 2011 um 06:28 Uhr
Nette Idee – ja im Grunde müsstea man uns schreddern. Wir produzieren Lebensmittel in unvorstellbaren Mengen , die unvorstellbar billig sein sollen und bei deren “Produktion” vor allem Tiere unter unvorstellbaren Bedingungen gross gezogen werden, um dann zum Teil in unvorstellbaren Mengen – ja das ist leider auch wahr – auf dem Müll zu landen. Wir Menschen sind leider oft die, die da eigentlich hin gehören, von mir aus auch vorher geschreddert …