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Heute sind wir in Hemet angekommen. Hemet ist eine Zwischenstation auf dem Weg nach San Diego, bzw. (genauer) Oceanside. Leider liegt für Kalifornien eine Unwetterwarnung vor, aber vielleicht ist das ja auch mal ganz interessant?! Womöglich lassen sich bei der Gelegenheit coole Bilder machen? Weiß hier jemand, wie die Lichtverhältnisse im Auge eines Tornados sind? Blitze werde ich dort wahrscheinlich nicht brauchen, oder? Kleiner Scherz …
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Palm Springs sagte mir zu Beginn der Reise rein gar nichts. Der Ort lag auf dem Weg und wir hatten uns vorgenommen, hier drei Tage Rast zu machen, da wir an dieser Stelle bereits einige Hundert Kilometer zurückgelegt haben würden. Gleich bei Ankunft entpuppte sich Palm Springs dann als besonders sympathische Kleinstadt.
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Samstag, 20. Februar 2010 – Zabriskie Point. Zabriskie Point liegt weit oberhalb des Death Valleys und ist ein wirklich einzigartiger Ort – mit Sicherheit auch für USA-Verhältnisse. Und bevor sich hier jemand wundert: Ich werde nicht darum herumkommen, Worte wie „einzigartig“, „fantastisch“, „unglaublich“ und so weiter häufiger zu verwenden – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich damit wiederhole. Dieses Land hat so fantastische (da ist es wieder) Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass zumindest ich nur in Superlativen sprechen kann.
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Freitag, 19. Februar 2010 – Valley Of Fire. Heute habe ich kaum gesprochen. Wäre ich Amerikaner, hätte ich mich auf „Amazing“, „Breathtaking“ und „Unbeliveble“ beschränkt – und ob ich diese Worte laut ausgesprochen hätte, darf bezweifelt werden. Ich habe wirklich nie zuvor in meinem Leben eine beeindruckendere Landschaft erlebt.
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Mittwoch, den 19. Februar 2010 – In Las Vegas wird mir erstmals das „Ausmaß“ Amerikas bewusst. Alles ist hier nicht eine, sondern meist zwei oder gar drei Nummern größer. So gut wie jeder Wagen scheint mindestens einen V8-Motor unter der Haube zu haben, denn das typische Motorengrollen ist allenthalben zu hören. Selbst die Transferbusse, die einen vom Flughafen abholen und zu den Hotels bringen, haben so viel Power unter der Haube, dass man das Gefühlt hat, der Passagierteil könnte abreißen, wenn die aus Versehen mal richtig aufs Gaspedal treten.
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Freitag, 19. Februar 2010 – Las Vegas. Der Tag war noch weit von jedem Sonnenlicht entfernt, da setzen wir uns schon in den schwarzen Toyota RAV4-Geländewagen und los ging‘s auf den Motorway. Ziel war das Valley Of Fire. Es war noch stockdunkel. Während ich die ruhige Fahrt bei 65 Meilen die Stunde gerade genieße (der Wagen hat Automatik), geht direkt hinter mir plötzlich eine Sirene an …
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Dienstag, 16. Februar 2010 – San Francisco … Wie oft haben wir Karl Malden bei seinen Ermittlungen in den Straßen und Häuserschluchten dieser amerikanischen Stadt im Fernsehen begleitet – und wie viele Fotos haben wir von der Golden Gate Bridge gesehen? Es müssen unzählige gewesen sein … Um hier mithalten zu können, müsste man mehrere Monate in San Francisco leben – vielleicht noch länger. Ich habe gar nicht erst versucht, die zum Teil unheimlich guten Bilder zu übertreffen, die es von “der Brücke” schon gibt – und mich lieber …
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Einen derartigen Winter hatten wir schon lange nicht mehr – genau genommen kann ich mich nicht mal mehr daran erinnern, wann ich zuletzt so viel Schnee gesehen habe. Während ich diese Jahreszeit nicht ausstehen kann und mich immer nach Neuseeland wünsche, finde ich Vivaldis Winter einfach nur umwerfend. Schöner hat für mich noch niemand diese unwirtliche Jahreszeit in Musik übersetzt.
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In diesem Jahr muss ich erstmals einsehen, dass Weihnachten für mich zu einer abstrakten Größe geworden ist. Ich empfinde rein gar nichts – trotz all der bunten Weihnachtsbaum-Kugeln, die mir allenthalben entgegenblitzen. Ist es das Alter? Ist es die Müdigkeit von all den Verkaufsbemühungen im Einzelhandel, der bei mir auch die letzte vorsichtig aufkeimende Stimmung killt und nur Abwehr hinterlässt? Keine Ahnung …







