Ausprobiert: Porsche Cayman S

Und wieder hatte ich das Vergnügen einen Porsche zu fahren. Diesmal einen brandneuen Cayman S. Und während mir der Panamera so gar nicht gefallen hat, ging es mir mit diesem Auto – ähm – „etwas“ anders …

Meine körpereigene Höchstgeschwindigkeit pendelt in der Stadt gewöhnlich um und bei 50 bis 60 Km/H. Ich war neugierig, ob sich ein Cayman S auch so langsam bewegen lässt …

Vorweg: Ja, es geht, aber: Es fühlt sich definitiv falsch an. Das Auto „darf“ einfach nicht so langsam bewegt werden, weil man das einfach nicht tut. Man kann einem Raubtier nunmal nicht verbieten, das Wild vor ihm zu fressen und das Wild des Cayman S ist die Straße.

Beim Beschleunigen krallen sich die mächtigen Niederquerschnitt-Reifen wie urwüchsigen Pranken mit voller Kraft in den Asphalt und man erinnert sich unwillkürlich an einen alten Werbespruch der da (abgewandelt) lautet: „Ist er zu stark, bist du zu schwach“. Zu schwach scheint hier die Straße, denn sie schafft es nicht immer, dem Porsche mit seinen 320 PS Paroli zu bieten. Manchmal verliert sie den Kontakt zum Auto – keinesfalls umgekehrt. Für einen Cayman S muss der richtige Belag offenbar erst noch erfunden werden.

Sollte ich das Beschleunigungsvermögen beschreiben, könnte ich nur in Superlativen sprechen …

  • Dramatisch
  • Furcht erregend
  • Schockierend

… aber was sind schon Worte? Keines davon trifft den gefühlten Sachverhalt. Es geht dermaßen schnell nach vorne (und ich meine „nach vorne“), dass man eigentlich keine Zeit mehr hat, auf den Tacho zu achten. Die Autobahn könnte jede Sekunde zu Ende sein …

Es wird im Übrigen durchaus Komfort geboten, denn die Ausstattung lässt nichts vermissen. Es ist nur so, dass der Cayman S keine Sänfte ist – die Sitze sind hart – und deshalb definitiv nichts für Weicheier … Blinker und Schaltung wollen von festen Händen bewegt werden – von Händen, die beim Zupacken auch mal versehentlich einen gewöhnlichen Türgriff abbrechen, oder beim Begrüßungshandschlag schmerzverzerrte Gesichter hinterlassen …

Mein Panamera-Fazit ist bekannt. Hier sage ich: Ich behalte meine Kameraausrüstung, verzichte auf das Haus und nehme den Porsche.

Geiles Auto!

Jörn Daberkow

0
0
  

Veröffentlicht von

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Moin Jörn,

    Du weißt doch: wer laaangsam Fahrrad fährt, darf schnellll Autofahren *LOL*. Das Ding liegt bestimmt klasse unter´m Hintern :-)

    Liebe Grüße

    Angela

    • Hi Andy,

      nein, solche Autos sind so abgehoben weit weg von meinen Möglichkeiten entfernt, dass ich es einfach nicht auf dem Zettel habe, die gern behalten zu wollen. Wenn ich in diesem Leben nicht noch groß im Lotto gewinne, wird das nix mehr mit dem eigenen Porsche. :-)

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>