Im Manager Magazin kann man einen schönen Artikel über Apple, Google und Microsoft lesen. Da stehen sogar ein paar witzige Dinge drin – Dinge wie (Zitat): „…während Microsoft zur Königin der Verbraucherherzen werden will (Ups!), versucht Google im Gegenzug, auf dem Markt für Geschäftskunden Fuß zu fassen“. Ah ja …
Thema ist ganz nebenbei, vor welchen Problemen SAP in Zukunft womöglich wegen Google stehen wird (interessanter Gedanke). Ein noch interessanterer Gedanke im Artikel ist, dass Apple mit seinem Filmverleih das Geschäft von Bezahlsendern wie Sky bedroht. Da wäre ich jetzt nicht unbedingt drauf gekommen.
Aber das ist noch nicht alles. Richtig gehend fremd mutet das Statement der beiden Autoren in Sachen Apple an:
- „Der Computerbauer aus Cupertino, nicht mal zehn Kilometer vom Google-Hauptsitz Mountain View entfernt, pflegt wie kein anderer IT-Konzern die Philosophie des Lock-in, des Einschließens der Nutzer im eigenem Hard- und Softwarestandard.“
Computerbauer? Wie wir alle wissen, hat Apple das “Computer” sogar selbst aus dem eigenen Namen gestrichen. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis Apple in den Medien entsprechend benannt wird. Aber – wie sollte Apple denn korrekt benannt werden? Computerbauer passt ja nicht mehr.
- iPhone-Manufaktur?
- iPad-Companie?
- iTunes-Bude?
- iWork-Konzern?
Welchen Vorschlag hast du?
Hier geht es zum Artikel im Manager Magazin “Die Welt ist nicht genug”
Jörn


6. Mai 2010 um 18:38 Uhr
“Welchen Vorschlag hast du?”
Wie wäre es mit iGod?
Die Jünger die sich lieber an dem Wort Computerbauer stören statt mal die Augen aufzumachen was Apple eigentlich die ganze Zeit aufbaut hat der Konzern ja schon.
Ja, da staunt ihr was?! Apple ist ein Konzern und auf Geld aus, auch wenn laut dem Messias Jobs alles nur abgeschlossen wird damit der arme Kunde sich ja nicht den Kopf über mögliche Alternativen zerbrechen muss.
Echt Klasse, ein Applaus an die Autoren. Da ist wieder ein sehr kritischer Artikel der nicht diese teils schon Monopol in den Himmel hebt und ihr stört euch an dem Wort “Computerbauer”.
Was wäre wohl gewesen wenn … nur mal theoretisch … MS so eine Taktik an den Tag legen würde wie Apple. Alle Apple-Jünger würden den WindowsHersteller verteufeln. Aber Apple darf das natürlich.
PS
Das iPhone 3Gs ist bei uns Standard in der Firma und ich benutze es sehr gerne. Auch mein MacBook Pro gefällt mir. Doch wenn Apple nicht endlich mal wieder die Schranken öffnet und die Kartellämter den Apfel in seine eigenen Schranken weist, dann waren es von meiner Seite aus die letzten Apple-Produkte.
Ich habe Apple mehr als 20jahre gerne genutzt. Aber in den letzten drei Jahren sehe ich nur noch einen Konzern der Schlimmer ist als die Musik- Filmindustrie und Microsoft zusammen je werden könnten.
6. Mai 2010 um 20:04 Uhr
Na ja, bei der ganzen Schwarzmalerei und Weltuntergangsstimmung in dn letzten drei Tagen hier vielleicht
iBad-Company
….aber wie ging der Song noch mal …..
Bad Company, ’til the day I die
;-)
6. Mai 2010 um 20:23 Uhr
und für alle die mitsingen wollen:
http://www.youtube.com/watch?v=t0ryRksbQvU
6. Mai 2010 um 21:06 Uhr
Stimmt wohl, die letzten Tage aber ich finde die kritischen Betrachung auch gut und DAM hat einfach Recht. Bisher hat es mich nicht gestört aber es ist wie es ist: Apple kontrolliert die Stores (Apps und Musik) und hat damit die Möglichkeit (welche auch genutzt wird) zur Zensur. Andererseits hat dieses Vorgehen auch Vorteile, der Anteil an betrügerischen Apps die einem irgendwie Geld aus der Tasche ziehen etc wäre sicher deutlich höher ohne die Kontrolle.
Zumindest auf dem Musikmarkt kriegen sie ja wenigstens noch durch Amazon etwas Konkurrenz.
Vielleicht liegt der Unterschied zwischen Apple und Microsoft einfach nur darin das Apple eben doch anwenderfreundlichere Produkte herstellt die dem Zeitgeist entsprechen, das hat Microsoft ja eher weniger drauf ;). Dadurch ist die Grundstimmung erstmal positiver…
6. Mai 2010 um 21:54 Uhr
Das liegt aber auch nicht zuletzt daran, welche Art von Produkten Microsoft anbietet. Ich glaube kaum, dass der Bub daheim schon mal was von Amalga, Forefront, Dynamics … gehört hat. Wer solche Bizz-Lösungen anbietet, kann nicht mal eben den hippen Kasper raushängen lassen. Vermutlich wirkt das Marketing deswegen auch im Home-User-Bereich oft etwas hölzern.
Nur weil beide Firmen Betriebssysteme produzieren, kann man sie nicht vergleichen. Ein Mofa hat Räder, ebenso wie ein 40-Tonner.
7. Mai 2010 um 09:27 Uhr
Ich würde die Bude “App-ertaintment” nennen. Das ist’s, wohl worauf es auf lange Sicht rausläuft. Die Hardware wird nur noch Mittel zum Zweck sein, im besten Fall für den Konsumenten durch die Zwangskonsumation über das iTunes-Store sogar finanziert. Ausserdem entspräche das dann der Gewichtung des Umsatzes ;-)
7. Mai 2010 um 21:08 Uhr
Zum Artikel des Manager Mags: Das mit dem Einsperren stimmt ja nichtmal wirklich. Im Endeffekt müssen wir alle zugeben, dass wir freiwillig Apple-Produkte nutzen, und nicht, weil uns der Umstieg in die Windows-Welt von Apple so schwer gemacht wird. Im Gegenteil: Apple ist objektiv betrachtet sogar besser als MS.
Ein Beispiel: Apple TV funktioniert mit Mac + PC, die XBox 360 als Mediacenter nur mit PCs. Oder der Zune HD – die Software dazu gibt’s nur für Windows, iTunes für beide Parteien. Und selbst iTunes sperrt uns nicht wirklich ein: Sämtliche Musik ist mittlerweile DRM-frei – jeder von uns könnte seine komplette Musiksammlung ganz einfach in den Windows-Mediaplayer schieben. Klar, ein wenig werden wir eingesperrt – aber nicht mehr und nicht weniger als bei allen anderen gewinnorientierten Konzernen auch (Stichwort: Vertragsbindung bei Handyverträgen).
Zum Namen: Wie wärs ganz einfach mit “Elektronikhersteller”? Wieso sollte Apple eine so viel bessere Bezeichnung wie z.B. Sony bekommen? Ich finde, Elektronikhersteller passt zu Apple genau so gut wie zu Sony, Toshiba & co.
10. Mai 2010 um 08:17 Uhr
wie wärs mit “Apple-ology”?