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Apple Aperture 4

| 9 Kommentare

Aperture ist in der aktuellen Version immer noch eine sehr gute Software. Gewisse Lücken machen sich allerdings immer stärker bemerkbar.

Am 19. März 2010 habe ich meinen Test zu Aperture 3 veröffentlicht. Seit dem sind fast 2 Jahre vergangen. Als das Thema Fotografie bei mir ernsthafter wurde, bin ich recht angetan mit Lightroom 1 gestartet. Als ich dann allerdings zum Mac zurückkehrte, sah ich zunehmend interessiert zu Aperture hinüber. Umgestiegen bin ich dann mit Version 2, die ich am Ende (auf meiner Maschine) als unerträglich langsam empfand. Apple brachte dann das 3.0-Update gerade rechtzeitig heraus, denn ich war drauf und dran, zu Lightroom zurückzukehren.

Aktuell schaue ich wieder mal häufiger zum Mitbewerber von Adobe hinüber, denn Lightroom bietet seit langem Dinge, die ich in Aperture schmerzlich vermisse.

Was beiden fehlt

Zunächst ein Punkt, der mich sowohl an Aperture, als auch an Lightroom nervt: Warum, warum dürfen sich Plug-ins von Drittanbietern nicht tiefer in die beiden Hostprogramme integrieren? Ich finde es total störend, dass ich mit einem Tiff arbeiten muss, wenn ich z. B. Plug-ins von Nik Software verwende. Ich möchte ggf. auch Jahre später an jeder beliebigen Stelle in mein Editing eingreifen können und aktuell müsste ich z. B. eine Schwarzweiß-Bearbeitung komplett von vorne erledigen, wenn ich an einem Bild etwas ändern möchte. An Apple und Adobe: Capture NX von Nikon kann das – warum erlaubt ihr das nicht?

Kommen wir zum Grund meines kleinen Beitrages: Was fehlt in Aperture?

Objektiv-Korrektur

Adobe hat Lightroom 3 einen ganzen Stapel von Profilen für Objektive mitgegeben, deren Fehler sich mit einem Klick beseitigen lassen. Das ist praktisch und ermöglicht Fotografen auch nicht ganz so gute Gläser nutzbringend einzusetzen.

Rauschkorrektur

Exzellent ist bereits die Rauschkorrektur in Lightroom 3 (demnächst kommt 4). Die von Aperture (Störungen reduzieren) ist nach wie vor nicht der Rede wert. Bei Aperture erzielt man hier nur gute Ergebnisse, wenn man noch mal Geld in die Hand nimmt und ein Plug-in mit entsprechender Funktionalität einkauft.

Verläufe

Der dritte wichtige Punkt, der mir in Aperture fehlt und der schon lange mit Lightroom geht, sind Verläufe. Verläufe sind eine feine Möglichkeit, am Bild Änderungen vorzunehmen. In Aperture leider Fehlanzeige.

Also Apple. Warum kriegt ihr das nicht hin? Ihr habt derzeit rund 100 Milliarden Dollar in der Kriegskasse. Warum kauft ihr nicht einfach eine Firma wie z. B. DxO und integriert deren Kompetenz in Aperture?

Jörn Daberkow

Ergänzende Links

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

9 Kommentare

  1. Hi Jörn,

    zu bedenken bleibt noch, dass Lightroom (abgesehen von der Bildungs-Lizenz) doppelt so viel kostet als Aperture – für die 60 gesparten Euro kann man zumindest Noise Ninja einkaufen.

    Was die Objektivkorrektur angeht: Wirklich eine nette Sache. Vor allem die manchmal störenden Verzerrungen und – noch wichtiger – die doch recht happigen chromatischen Aberrationen meines neuen 24mm f/1.8 CZ (ja, hab mein Geld mal “sinnvoller” investiert ;) ) würde ich doch gerne auch nachher noch korrigieren können. Ja, viele neue Kameras machen das intern – aber eben nur bei Jpegs.

    Ansonsten hab ich grade Gerüchte zu Lightroom 4 aufgeschnappt – Apple wird mit Aperture 4 also (hoffentlich) nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    • Hallo Hannes,

      das mit dem Preis weiß ich natürlich. Wobei Lightroom zwischendurch eine ganze Weile für 99 Euro zu haben war. Wer weiß, ob das mit dem Start von Lightroom 4 nicht noch mal passiert …?

      Noise Ninja habe ich natürlich. Da wird dann aber auch wieder ein Tiff erzeugt, was ich total beschissen finde. Ich will grundsätzlich und immer in der RAW-Datei bleiben.

      • TIFFs sind ja auch Platzverschwendung, wenn man schon die RAWs hat.. Trotzdem braucht Apple für Aperture 4 eine ganze Reihe neuer Features, um es auch Besitzern von Version 3 (wohl der Hauptzielgruppe) verkaufen zu können – und die von dir genannten Punkte sollten ihre erste Priorität sein. Dann noch ein bisschen “magic” die in Demos gut aussieht – und schon hat man ein neues Aperture.

        • He, he … :-)

          Da ist er wieder – mein Lieblingsbegriff von Apple: “Magic”. ;-)

          Dann hoffe ich mal, dass Apple für Aperture 4 nicht mehr so lange braucht. Von mir aus sollen die ruhig nicht nur DxO, sondern gern auch noch Nik Software kaufen und alles in einem Stück in die neue Version einbauen. ;-)

          • Ich denke, so viel Umsatz macht nicht mal Apple mit Aperture. ;)

            • Danach geht’s ja nicht immer. So ein “Super” (oder Magic-) Aperture wäre doch für alle Fotografen der Welt ein tolles Argument für einen Umstieg auf den Mac! ;-)

              • Fotografen, die was auf sich halten, sind ohnehin schon am Mac. ;)

                Zu begrüßen wär’ der Schritt natürlich – nur wird Apple dem Programm kaum so viel Aufmerksamkeit schenken. Mit Massensoftware aka iPhoto lässt sich doch einfach mehr Geld mit weniger Aufwand scheffeln.

                • Aperture 4? Da hast Du aber einen Titel gewählt, der bestimmt etlichen Traffic erzeugt hat. Ich bin auch direkt von Twitter auf die Seite gekommen. Aber “leider” sind es nur Deine Wünsche für Aperture 4 ;-) Ich bin gespannt, ob die so schnell wie die Snapseed Desktop Version umgesetzt werden…

                  • Die Klickzahlen sind ganz gut, könnten aber besser sein. Ich bin mit dem Beitrag entgegen meiner Hoffnung nicht auf Seite 1, sondern nur auf Seite 2 von Google gelandet … Vielleicht verbessert sich das ja noch …

                    Update: Offenbar hätte ich den Artikel im Teaser besser nicht editiert, denn bis Seite 12 ist er nicht mehr in den Suchergebnissen. Mist.

                    Update: 4-stellige Klickzahlen und in Google Seite 1 dritter Platz. :-)

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