Alternative Systeme: Ubuntu

Seit dem seligen „PowerPC“ 6100/60 war ich ein überzeugter Apple-User und meine Begeisterung wuchs mit jeder neuen Maschine und jeder neuen Betriebssystemversion (sag’ hier niemand was gegen 9.2.2!). Meine Begleiter waren unter anderem ein: 7300, G3/266, PowerPC 9600, Blue&White G3 350, G4 867 Dual und so weiter …

Als ich dann – viel später – hörte, dass Apple ein eigenes Handy namens iPhone herausbringen würde, war ich begeistert! Das würde ich mir auf jeden Fall zulegen! Einige Monate später war ich um eine erste negative Apple-Erfahrung reicher und es sollte nicht die letzte gewesen sein …

Inzwischen nehme ich immer öfter Alternativen wahr – z. B. Android, Windows 7, oder Linux / Ubuntu … Windows 7 habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Ubuntu habe ich mir allerdings bereits irgendwann Anfang der 2000er angesehen und es hat mich beeindruckt. Das System fühlte sich wirklich gut an und wenn damals „meine“ Anwendungen für Ubuntu verfügbar gewesen wären, hätte ich meine PC-Hardware behalten und den Schritt zurück zum Mac gar nicht mehr gemacht. Mal abgesehen davon, dass eine dritte Betriebssystem-Alternative am Markt gut für uns alle wäre hoffe ich, dass Firmen wie Adobe und die aus dem Bereich Musikproduktion die bestehende Lücke erkennen und ihre Anwendungen irgendwann möglichst bald auch Ubuntu-Usern anbieten werden.

Überhaupt … An Software ist bei Ubuntu aus dem Stand so gut wie alles dabei, was man für die tägliche Arbeit am Computer braucht. Leider fehlt im Bereich Musikproduktion, Bildoptimierung und Grafik so ziemlich jedes bekannte Tool – wobei sich das gerade zu bessern scheint, denn zumindest Bibble hat es bereits auf Linux geschafft und ich habe diese Software als sehr gelungene Bildverwaltung- und -optimierung a la Aperture und Lightroom kennengelernt. Fehlt eigentlich nur noch Photoshop (Gimp kenne ich nicht) und der grafische Bereich wäre fast „erschlagen”. Adobe böte sich in meinen Augen schon lange die Chance, die komplette Produktpalette auf die Linux (Ubuntu) Plattform zu bringen.

Man stelle sich mal vor, Adobe würde diesen Schritt tatsächlich tun. Das hätte gleich mehrere Konsequenzen:

  • Ubuntu wäre aus dem Stand „geadelt“, denn plötzlich wäre Linux komplett aus der Nische heraus und wir alle hätten drei ernstzunehmende Betriebssysteme auf der üblichen Intel- / AMD-Architektur zur Wahl
  • Adobe wäre auf der Linux-Plattform der führende Anbieter grafischer Software
  • weitere Hersteller (vielleicht dann ja aus dem Bereich Musikproduktion) würden ihre Produkte auf Linux portieren
  • Apple und Microsoft hätte einen „neuen“ und vermutlich schnell wachsenden Betriebssystem-Mitbewerber (viele Städte sind bereits dabei, ihre IT auf Linux umzustellen).

Solcherart mögliche Konsequenzen scheinen mir durchaus positiv zu sein. Ich möchte mich jedenfalls nicht nur zwischen Mac OS X und Windows entscheiden können, sondern würde mich inzwischen über jede zusätzliche Alternative freuen.

Jörn Daberkow

  

Veröffentlicht von

www.hamburger-fotoblog.de

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich glaube es liegt am “OpenSource” der Linux-Distributionen. Hier darf jeder seinen Source selbst kompilieren u. wie soll man eine Anwendung wie Photoshop so kompatibel halten, dass es auf einem selbst kompilierten Linux noch läuft? Aus meiner Sicht wird es Photoshop nur auf Linux geben, wenn es eine Java-Variante wird. In C++ geschriebene Anwendungen dürften da auf Linux Probleme geben, wenn ein Linux selbst kompiliert u. verändert wurde.
    Außerdem, was soll dann diese Photoshop Variante kosten? Linux-Derivate sind eigentlich bisher immer kostenlos erhältlich, da ist ein Anwender eigentlich nicht gewollt, ca. 1000 Euro für ein Adobe-System auszugeben. Linux-Derivate bleiben für die Leute, die einen schmalen Geldbeutel haben u. sich nicht an die “Großen” binden wollen. Das werden eben echte “Alternative” sein, die ein Linux-System einsetzen. ;-)

  2. Das aktuelle Ubuntu soll ja der vorerst letzte Versuch von Canonical sein, endlich Kapital aus dem Engagement für Linux zu schlagen. Bisher hat man damit nämlich nur tiefrote Zahlen geschrieben … Linux ist ein nettes System, auch wenn es sich genauso “klobig” wie Windows anfühlt. Ob der Erfolg von Android auch auf das “normale” Linux abfärben kann, wird man sehen. Aber ob Linux wirklich ein Ersatz für das eher ungeliebte Windows sein kann? Dazu ist Apple einfach zu gut. Bisher bin ich nach meinen Ausflügen in Ubuntu und Win7 immer wieder zu Mac OS zurückgekehrt. Man müsste einfach auf zuviele Annehmlichkeiten verzichten. Und wer will das schon? Oder anders ausgedrückt: Wer nimmt schon das “schlechtere” System, wenn er das bessere haben kann?

    Mein Ausweichkandidat würde Linux und nicht Windows heissen.

    • Schade – das mit dem letzten Versuch wusste ich gar nicht … Dann sind weitere Versionen gar nicht mehr sicher?! Oder geht’s nur um kostenlose?

      Ansonsten: Apple und Windows hatten auch “erste Jahre” und waren zu Beginn nicht so gut wie heute. Ich finde, dass Ubuntu auf einem sehr guten Weg ist. Wäre verdammt schade, wenn das eingestellt werden würde.

  3. Ich hab die Presse um die letzte Linux-Version ganz genau verfolgt, und es hieß nur, dass diese Version mit diesem Desktop jetzt für mehrere Jahre supportet wird. Davon, dass keine neue Version mehr kommt, stand zumindest auf den Websiten, auf denen ich Linux verfolge, nichts.

    Linux ist an sich eine feine Sache, als Ersatz zu Mac OS X betrachte ich es dennoch nicht. Der Grund ist ganz einfach der, dass das Grundprinzip von Linux dasselbe ist, als das von Windows (Taskleiste, App-Launcher, ect.), dazu ist OS X einfach zu gut. Trotzdem beeindruckend, was man ohne viel Geld zustande bringen kann.

    Ubuntu ist meiner Meinung nach aber nicht das beste Linux. Ich benutze regelmäßig für manche Anwendungen OpenSuse – gefällt mir im Handling wesentlich besser als Ubuntu. Schade finde ich, dass Parallels Desktop 4 die Grafikeffekte von Linux nicht unterstützt – zumindest nicht alle. Ist das bei Version 5 anders?

    Und Adobe wird ganz sicher kein CS5 für Linux bringen – zumindest die nächsten 10 Jahre nicht. Erstens hat Linux nicht einmal 1 Prozent Marktanteil und zweitens sind Linux-Nutzer meist “sparsam”, weshalb eine 3000 Euro teure Software-Suite wohl eher fehl am Platz wäre.

    Übrigens: Windows 7 musst du nicht zwingend ausprobieren. Im Vergleich zu Vista hat sich nur die Anzahl der Fehler und die Geschwindigkeit geeändert, Ansonsten gibt’s (abgesehen von der – jetzt schlechteren – Taskleiste) keine großen Unterschiede.

    Gute Nacht!
    Hannes

  4. So bald wird es nicht eingestellt werden. Aber mittelfristig muss Canonical profitabel werden. Bleibt abzuwarten, wie weit die “zickige” Linux-Community da mitspielen wird, oder ob sie sich wieder einer anderen, “freien” Linux-Distri zuwendet. Hier ein schöner Artikel:
    http://www.golem.de/1003/73960.html

  5. Wie Erich schon schrieb: wer keine 100 Euro für ein OS ausgeben will, wird keine 1000 für ein Grafikprogramm ausgeben. Zumal sich Gimp inzwischen wirklich sehen lassen kann. Einfach mal testen Jörn, kost ja nix.

    Adobe verkauft ja nicht nur Photoshop. In den verschiedenen CS5-Bundles sind auch andere Flaggschiffe enthalten, von denen der normale Linuxer noch nie etwas gehört hat, weil einfach die Schnittmenge fehlt. Diese Schnittmenge ist beim Mac/Windows-User größer, insbesondere bei Audio- und Videosoft, die meist für beide Systeme verfügbar sind. Gerade in Sachen Audio sieht’s aber auch mau aus beim Pinguin. Audio macht unter Windows schon weniger Spaß, auf Linux isses der blanke Horror.

    OK, meine Erfahrungen liegen nun dreieinhalb Jahre zurück:
    http://salzstreuer.in/frames/?p=29

    BTW: jede 2. große Ubuntu-Version wird mehrere Jahre supportet. Das war auch bei 8.x.x der Fall. Ich glaube nicht, dass sie die Entwicklung einstellen. Ubuntu ist die einzige Distro mit einem gewissen Massenpotenzial. Andererseits: Mandriva (ehemals Mandrake) wird auch gerade verramscht. Und Mandrake war damals richtig gut.

    Daran sieht man aber auch, dass viele Köche den Brei verderben. Wieviele Jahre prophezeien sie nun, dass Linux den Desktop erorbert? Ich höre das seit Ende der 90er. Weder Mac OS noch Windows brauchten eine dermaßen lange Anlaufzeit.

  6. Mir stehen die Haare zu Berge, was hier an Kommentaren eingeht. Das bedarf doch einigen Senfs meinerseits:

    @erich: du hast eine seltsame Vorstellung von Open Source. Fast niemand kompiliert da heutzutage noch irgendwas selbst. Wenn es ein rpm für Suse/Redhat und ein deb für Debian/Ubuntu geben würde, hätte man 99,5% der Linux-Anwender erschlagen. Und ja, es gibt reihenweise kommerzielle Closed-Source-Software die für Linux angeboten wird, und die sogar funktioniert. Wieso sollte Adobe das nicht hinbekommen?

    @Waldknoblauch: Ubuntu hat bislang nicht den Anspruch gehabt Geld zu verdienen, dass sie das jetzt ändern wollen ist nachvollziehbar, aber bislang hat Shuttleworth einfach seine Millionen in eine Stiftung gesteckt weil er die Welt verbessern wollte. Den Tenor dieses Artikels kann ich so überhaupt gar nicht nachvollziehen. Und darf ich fragen wo genau du Ubuntu klobig findest?

    @Hannes: Nein, das Grundprinzip von Linux ist nicht die Taskleiste. Linux ist ein Kernel, mehr nicht. Und darauf gibt es unzählige verschiedene grafische Oberflächen, du kannst dir da installieren und einstellen was du willst, du machst dir vermutlich nicht die geringste Vorstellung, was es da alles an teilweise sehr innovativen Dingen gibt (sofern man die Geduld hat, sich in solche Systeme einzuarbeiten).

    @OpenSuse: das ist der absolut grösste Krampf. Yast ist eine Krankheit, und jeder Linuxer der sich auskennt wird dir das bestätigen. Sobald du etwas machen willst, was du dir nicht zusammenklicken kannst, ist das System total am Ende.

    @Linuxer und nix zahlen: Es gibt eine Studie, wo Windows- Mac- und Linux-User für Musik einen freien Betrag zahlen durften. Die Linux-User haben im Schnitt mit Abstand am meisten für ein Album bezahlt, die Windösler nur etwas mehr als halb so viel, die Macianer dazwischen. Soviel dazu.

    @Artikel: Ubuntu ist für mich bereits zu 99% DIE Alternative zum Mac. Bildbearbeitung könnte ich mit Bibble + GIMP abdecken (wer oder was ist Photoshop?), Adobe benötige ich ganz sicher dazu nicht! Dennoch würde ich es natürlich begrüssen wenn es das gäbe, es würde dem Linux-Desktop mit Sicherheit einen schönen Schub geben. Installieren muss ich das Teufelszeug ja nicht…

  7. Hallo Joern.
    vielen Dank für den Artikel! Durch diesen angestossen und den Beitrag von Thomas werde ich mir in den nächsten Tagen ein Netbook oder ein Notbook besorgen und das neue Ubuntu 10 installieren. Ich bin sowieso auf der Suche nach einer Ergänzung zum Mac.

    • Hallo Volker,

      das nenne ich kurzentschlossen! Berichte doch bitte mal, was für einen Eindruck du von Ubuntu hast!

      Jörn

  8. @Volker Schmitt
    Deine Eindrücke / Erfahrungen würden mich auch interessieren. Auch ich habe für das neue Ubuntu einen Teil meiner Festplatte meines Notebooks spendiert in der festen Absicht es in den nächsten Wochen intensiv zu testen. Ubuntu ist meiner Meinung nach eines der benutzerfreundlichsten Distributionen und hat als einzige Distribution das Potential Windows und Mac-Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen. Nur ein kleines Beispiel: Ubuntu erkennt bereits seit 1-2 Versionen die WLAN-Karte meines Notebooks. Eben die Passphrase des WLANs eingeben und schon bin ich damit online. Ich habe einige Distributionen getestet und bei kaum einer anderen Distribution hat das so gut geklappt. Die Krönung ist aber das aktuelle Debian: der erkennt nicht mal meine LAN-Karte im Notebook!!! Klar, dass sich unter solchen Umständen Linux nicht durchsetzt.
    Aber zurück zu Ubuntu: auch die aktuelle Version hat Probleme mit den Fn-Tasten-Kombinationen (Bildschirmhelligkeit) und auch die Standby- und Stromsparmodi muss ich erst noch genau testen. Und das sind entscheidende Faktoren bei tragbaren Geräten, die aber leider unter Umständen eine noch so gute Linux-Distribution für mich unbrauchbar machen könnte.

  9. Ich glaube prinzipiell hat hier jeder irgendwo recht. Aber kommt es nicht auf den Endanwender und seine Computer-Kenntnisse an? Hier gibt es bestimmt unzählige Abstufungen von Endanwendern. Angefangen vom Anfänger bis zum Experten. Jeder hat andere Bedürfnisse u. das perfekte System gibt es doch nicht für jeden. Wer mit seinem MacOS o. Windows nicht zufrieden ist, schaut sich andere Systeme an. Echte Alternative gibt es wie Sand am Meer. Ein System was alles abdeckt kann u. wird es nicht geben. Dafür sind die Endanwender viel zu verschieden.
    Daher sollte jeder selbst herausfinden welches System für ihn am besten ist. Und bei den Poweranwendern wird es immer min. zwei Systeme geben, weil es nicht das perfekte System für alles gibt.

    Alles eine Frage der Auslegung. ;-)

  10. @joern und @horatio – habe mir heute im Zeitschriftenhandel easylinux gekauft. Das Starterkit für 12.80 € beinhaltet nicht nur die DVD mit Ubuntu 10.04. sondern auch easylinuxsupport für 30 Tage.
    Ausserdem habe ich ein bisschen gersurft und bin auf lubuntu gestossen, eine sehr schlanke Abwandlung von Ubuntu.
    Jetzt muss ich nur noch nach einem Rechner suchen. Muss mal schauen wie ich das zeitlich schaffe.

  11. @Thomas: Aber so ziemlich jeder Linux-Desktop basiert auf einer Taskleiste – und das ist eben nicht mein Geschmack. Außerden ist OpenSuse bei weitem nicht mehr so schelcht. Ok, nicht ganz so stabil als Ubuntu, aber dennoch für mich insgesamt praktischer. Ansonsten würde ich noch Debian bevorzugen, dann erst Ubuntu. Wie gesagt, Ubuntu hat etwas zu viel von Windows XP für mich – auch, wenn das mit Version 10 schon besser wurde.

    @Volker: Viel Glück! Am besten kaufst Du Dir einen Rechner ohne Betriebssystem oder mit vorinstalliertem Linux, die kosten wesentlich weniger als die mit OEM Windows. Ich bin mal gespannt, wie gut Dir Ubuntu auf PC-Hardware gefällt!

    • ich kann mich thomas nur anschließen. Alles ist einstellbar. Die Taskleiste existiert offensichtlich deshalb, weil Windows den Markt rein zahlenmäßig dominert und die meisten Leute das so kennen. Macht ja auch Sinn um in den Markt zu kommen.

      Ich habe mir einen der vielen Dock Leisten installiert, weil mir das Mac prinzip gut gefällt. Perfekt finde ich oben ein Panel zur Steuerung, Menüs am Fenster und Dock zum starten. Also unterm Strich hat man bei Linux die Möglichkeit das system so herzurichten wie man es mag. Ich habe das immer, inclusive distri Installation in einer guten Stunde bewältigt.

      Mein Desktop fühlt sich an wie mein Mac mit OSX.
      Läuft aber angenehmer. Ich bevorzuge auch Ubuntu in diversen Ausführungen, sogar auf meinem alten G3 B/W. Ich habe sogar einen Rechner auf dem ich diverse Distris immer wieder teste; – lande aber immer wieder bei Ubuntu weil einfach einfach einfach ist ;-)

  12. Ubuntu ist wirklich genial was einfaches Installieren, usw. angeht. Ich hatte das vor dem MacMini auf dem “Kindercomputer” im Einsatz und es war extrem leicht, sich gute Kindersoftware, mit der die Kinder auch gerne gespielt haben, draufzuladen. GCompris, ChildsPlay und TuxPaint haben jahrelang gefallen.

  13. “Windows 7 habe ich bisher noch nicht ausprobiert.”

    Mit dem vielen Lob für Windows 7 ist es so wie mit dem Friedensnobelpreis für Obama….ist halt nicht George.W. ;-)

    Ähnlich geht’s mir, wenn ich mir Windows 7 anschaue…..ist zwar alles schön bunt, und das System fühlt sich auch etwas flüssiger an, als Vista, aber der riesen Quantensprung ?

    Linux könnte eher durch die Netbooks und Social Apps bei der großen” Masse einen Push bekommen, als durch Photoshop o.ä. denn auch Photoshop, bzw. die CS ist doch irgendwie nur ein “Nischenprodukt” für einen begrenzten Anwenderkreis, der auch bereit ist, dafür zu zahlen (im Vergleich zu MS Office z.B.), sage ich mal etwas provokant.

  14. Adobe bringt seine Software aus folgenden Gründen nicht für Linux heraus:
    1. Es gibt hunderte von Distributionen. Da es keinen einheitlichen Installer gibt muss für jede Linux-Distribution ein eigenes Softwarepaket erstellt werden, das speziell dazu kompliert werden muss. Beschränkt man sich auf die verbreitesten 5 Distributionen wäre das bereits ein erheblicher Arbeitsaufwand. Und dann das Spiel pro Distribution alle halbe Jahre wieder.
    2. Unter Linux gibt es bereits hervorragende Software: GIMP zur Fotobearbeitung, Ardour zur Musikproduktion, Rosegarden, Audacity bis hin zum Pitivi-Video-Editor und das absolut professionelle Cinerella. Das alles kostenlos bzw. gegen freiwillige Spenden an die Entwickler.
    3. Linuxanwender zahlen sind keine Sparfüchse – es sind diejenigen, die am eheste für gute Software zahlen würden, Linuxer sind diejenigen, die mit deutlichen Abstand am meisten spenden oder sich in die verwendete Software einbringen, z.B. als Übersetzer von Dokumentation, als erfahrener Benutzer Support geben usw. Linuxer stören sich an einem ganz anderem Punkt: Sie würden Adobe-Software niemals verwenden, weil es nichts weiter als ein proprietärer Blob ist. Linuxer würden Adobe-Software nur auf ihren Rechnern dulden, wenn der Quellencode offengelegt wird. Distributionen wie z.B. fedora oder Debian haben die Maßgabe, dass nur Opensource-Software reinkommt (außer vielleicht der eine oder andere Hardwaretreiber, der sich nicht vermeiden lässt).

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