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24 Jahre Mallorca

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Nachdem in Hamburg ein nicht enden wollender Winter und – gefühlt – 3 Wochen schwül-heißer Sommer nahtlos in den Herbst übergegangen sind, wollten wir die schönste Zeit des Jahres noch mal nach unseren Vorstellungen genießen. Logisch, dass es da nach Mallorca gehen sollte. Mehr bezahlbare “Wettergarantie” gibt’s kaum.

Mallorca liegt für Urlauber aus Hamburg sozusagen „um die Ecke“, denn von Zeitaufwand kann man nicht wirklich reden. Zweieinhalb Stunden später fanden wir uns an Bord unseres Leihwagens wieder. Mit dem nahm ich die erste Ausfahrt zur Autobahn und war damit bereits „in der Spur“ nach Colonia Sant Jordi.

Wettertechnisch wurden wir mit für mallorquinische Verhältnisse „eisigen“ 27° empfangen. Normalerweise hat es im August deutlich höhere Temperaturen, aber das Wetter war letztlich gnädig zu uns, denn nach dem ersten Abend, in dem wir gut schlafen konnten, wurde es Tag für Tag wärmer. So konnten wir uns sehr gut eingewöhnen.

Selbstredend war auf Mallorca schon die Wassertemperatur erheblich höher, als in Hamburg die der Luft und so musste ich Dieter Bohlen beipflichten, der irgendwann mal  sagte, dass wenn es auf Mallorca mal richtig scheiße ist, es da immer noch besser ist, als im Hochsommer in Deutschland …

Colonia Sant Jordi war einmal mehr wie unser zweites zu Hause. Vom Feeling war’s absolut unspektakulär, dafür aber so angenehm-vertraut wie nur irgendwas. Veränderungen gab’s nur vereinzelt. Das deutsche Übersiedlerpaar ist kein Paar mehr. Der Mann ist im letzten Jahr im Alter von 70 Jahren an Darmkrebs verstorben und die Frau, der wir jährlich aus unserem Appartement zuwinken, denkt nun darüber nach, ob sie zu ihren Töchtern nach Neuseeland  geht. Ich habe ihr sehr zugeraten, da sie auf Mallorca mehr oder weniger allein ist.

Gebadet haben wir natürlich jeden Tag und es war – wie immer – einfach wunderbar. Das Wasser am Hafen vor Colonia …

… hat eine ganz eigene, cremig-salzige Konsistenz, die ich so noch nirgendwo erlebt habe – nicht mal im toten Meer. Ansonsten haben wir uns so zu Hause gefühlt, dass wir jetzt mit zwei weiteren Paaren darüber nachdenken, ob wir uns zusammen auf Mallorca für ein Jahr eine kleine Wohnung mieten, die dann jeder – in Absprache – so oft nutzen kann, wie er mag und sich Flüge leisten kann. Für mich wäre es perfekt, in den elendig langen Wintermonaten mal „rüberzumachen“ und ein bisschen T-Shirt-Wärme zu genießen. Mal sehen, ob’s wirklich dazu kommt.

So weit, so erfreulich. Weniger erfreulich war dann Tag 7, an dem wir 18:35 Uhr abfliegen sollten. Der Streik in Frankreich hat uns kalt erwischt, denn die Abflugzeit hat sich letztlich auf 21:15 Uhr verschoben. Trotz der nervigen Warterei und der Tatsache, dass die spanische Telefonica nicht in der Lage ist, deutschen Flughafengästen die Zeit mit einem bezahlten Internetzugang zu verkürzen, war ich nicht mal sauer. Ich bin im Gegenteil beeindruckt davon, dass die Franzosen – wenn sie denn Streiken – es regelmäßig „krachen“ lassen. Da ist nichts von der deutschen Lahmarschigkeit, nichts von unserer „Haben-Sie-gedient-Mentalität“. Wenn in Frankreich gestreikt wird, scheppert es zumeist in ganz Europa. Respekt! Die Leute da drüben lassen sich – im Gegensatz zu uns – nicht die Butter vom Brot nehmen! Ich würde wirklich gern wissen, ob die uns was ins Leitungswasser tun, oder ob’s an der Ernährung in Frankreich liegt …

TUIfly hat sich übrigens wieder mal für die Kundschaft ins Zeug gelegt und jedem Fluggast einen 7,50 Euro Gutschein zukommen lassen. Nicht, dass das eine echte Entschädigung für 3 Stunden Wartezeit wäre, aber erstens können sie nix dafür und zweitens zählt hier der gute Wille. Andere Gesellschaften haben ihre Flüge komplett gecancelt. Der Flieger hat dann wegen des über Frankreich geschlossenen Luftraumes einen Umweg über Afrika machen müssen – mit einer Sondergenehmigung im Gepäck, um in Hamburg bis maximal 1 Uhr nachts landen zu dürfen. Das Flugzeug setzte dann gegen viertel vor 1 auf.

Fotografiert habe ich kaum etwas, weil ich auf Mallorca einfach keine Motive mehr finde. Ich habe dort schon sehr viel eingefangen und wenn ich doch mal auf den Auslöser drücke dann nur, wenn ich ein besonderes Licht bekomme.

Insgesamt habe ich in 7 Tagen gerade mal 22 Bilder geschossen. Da ich Mallorca aber immer noch voller Zuneigung betrachte, habe ich einfach mal meine komplette Bilderlibrary „durchwühlt“ und meine Lieblingsfotos für eine Bilderstrecke zusammengestellt. Diese Fotos zeigen natürlich keine 24 Jahre Mallorca. Die ältesten Bilder sind aus 2007.

Hier klicken für die Bildergalerie

Autor: Joern

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetischen Codes und keine freie Entscheidung.

5 Kommentare

  1. Na, die Woche schönes Wetter hätte ich auch gerne gehabt … 22 Bilder in 7 Tagen, ich kann es nicht glauben. Mallorca hat doch so viele schöne Fleckchen, von denen du einige bestimmt noch nicht kennst …
    Viele Grüße, Ulf

    • Hi Ulf,

      wenn man eine Insel 24 Jahre lang besucht und so gut wie immer einen Wagen am Start hat – dann sieht man ziemlich viel. Natürlich haben wir nicht alles gesehen, aber wirklich schon ‘ne ganze Menge. Einiges davon wiederholt sich dann auch – gerade die zahllosen Buchten bieten nicht immer Neues. Aber wenn ich so einen Ort auf Mallorca mal finden sollte, werden natürlich Bilder gemacht. Die Kamera habe ich immer dabei.

      Jörn

  2. Pingback: 24 Jahre Mallorca…

  3. Mega geile Bilder.
    Was ein Zufall ich war auch in Malle letzte Woche.
    Leider kein Urlaub :-)

    Gruß Tilman

  4. Hallo Tilman,

    schon zurück? Ich dachte nächste Woche …?

    Danke für dein Lob. :-)

    Dann werde ich jetzt langsam mal den Spiegel besorgen! ;-)

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